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gen Bataillone waren aus Freiwilligen zusammengesetzt —; erstvier Co mpagnien waren bewaffnet, von denen die erste in CastielFavib stand. Dann hatte er ein Freicorps als Grundlage einesandern Bataillons gebildet, in zwei Compagnien etwa 250 Frei-willige stark, die sämmtlich, wiewohl zum Theil mit Büchsen,bewaffnet waren, und eine Escadron Kosacken, denen des Gra-fen de Espana ähnlich; beide unregelmäßige Corps hatten jedochsehr gute Officiere. Den Kern seiner Macht aber bildeten 40Burschen von den Bataillonen von Tortosa, welche in der letz-ten Expedition Polo's krank zurückgeblieben waren und, baldgeheilt, unter dem Beseht eines Capitains ihrer Brigade, DonJose EMvarrja, standen, der, ausgezeichnet durch Talent undWissen, schnell das kao totum des Gouverneurs wurde. Er warwir eng befreundet, da wir in den Nordprovinzen und währendder Expedition Don Basilio Garcia's zusammen gedient unddann vereint die Leiden der Gefangenschaft ertragen hatten.
Mit diesen 650 Mann und 80 Pferden Bewaffneter undetwa 400 Unbewaffneten beherrschte — man darf es so nennen— Oberst Gil die ganze Provinz Cuenca und machte gelegent-lich Streifzüge bis tief nach Aragon hinein und selbst in dieMancher, von wo er Vieh, Getreide und sonstige Lebensrnittel,so wie Contributionen eintrieb. Denn für Sold und Unterhaltder Seinen, so wie für die tausend täglich sich darbietendenAusgaben mußte er selbst alles Nöthige anschaffen, da er vonder Hauptarmee gar Nichts geliefert bekam. Die Bewohnerder Provinz aber wurden mit Menschen und Thieren zum Fe-stungsbau zugezogen, ohne daß die Colonne Balboa's in Cuencaoder die zahlreichen feindlichen Besatzungen wirksam ihm sichwidersetzt hätten.
PalmaMa endlich befehligte in Betet« seine beiden Esca-drons, gegen 200 prächtige Pferde, die wir früher kennen lern-ten; dazu erhielt er im Monat April ein Bataillon, ganz ausCastilianern bestehend, die so eben ausgewechselt waren, nachdem