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wortlichkeit, so wie in die Vortheile brüderlich zu theilen. Dieletzteren waren aber auch in pecuniärer Hinsicht bedeutend, dawir Stellen versahen, die nach dem Reglement nur Brigade-generalen zukamen, deren gesetzlich fixirte Gratisicationen nacheiner von Brusco früher erwirkten Ordre des Generals unsausgezahlt wurden.
Da die Befestigungen im Turia so weit vollendet waren,daß sie unserer Gegenwart nicht mehr bedurften, übernahm ichdie Leitung der Werke von Canete und Castiel Favib nebst dergelegentlichen Jnspection des Turia, während Brusco die Ar-beiten in Beteta und diejenigen übernahm, welche bei denOperationen Valmaseda's in das Innere nöthig würden. Erreiscte daher einige Tage später nach seinem Punkte ab, wobereits der größere Theil der zweiten Compagnie, die ihm ge-blieben, sich befand; die erste unter Premierlieutenant Norma,130 Mann stark, behielt ich bei mir. Nachdem ich den mit mirangelangten Lieutenant Losada in Castiel Favih installirt unddie Festungen im Turia besucht hatte, kehrte ich nach der Mittedes Aprils nach Canete zurück.
Die Stadt liegt an dem südlichen Abhänge des Gebirgs-zuges, welcher, als Sierra de Warracin bekannt, den Tajodem atlantischen und die kaum drei Viertelstunden von diesemund von einander entfernt entspringenden Flüsse Guadalaviarund Tucar dem mittelländischen Meere zusendet und durch dasGebirge von Cuenca mit der Sierra morena zusammenhängt.Die Provinz, wiewohl von mehreren schrofferen Ketten durch-zogen, bietet im Allgemeinen zwischen niedrigen Bergreihen breite,ebene Thäler dar und ist fruchtbar. Doch hatte die Kriegsplageschon seit Jahren so schwer darauf gelastet, daß es keine Hülfs-quellen mehr lieferte, indem die Einwohner nur noch das fürden eigenen Unterhalt und die geforderten Abgaben gerade nö-thige Land bestellten und das übrige unbebaut liegen ließen.
Die Truppen mußten deshalb weither ihre Subsi'stenz-