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Berg erstieg, es mir nahe hinziehen sah oder, wenn ich kaummeine Requisitionen bewerkstelligt, eine Ortschaft in dem Augen-blicke verließ, da der Feind von der andern Seite einrückte.
Ein dritter Parteigänger, der von Cuenca aus sich inHinterhalt gelegt hatte, um bei meinem Rückmärsche in einemDesilee auf mich zu fallen, ward ganz vernichtet, indem zu-fällig Palacios mit zwei Bataillonen, um mit Valmaseda sichzu vereinigen, dort passirte, und Jener dessen Vorhut angriff,für mein Detachement sie haltend. — Während ich nach Nordenmich wandte, hatte der brave Lieutenant Norma zu gleichemZwecke die Gegend südlich von Canete durchzogen und gleichfallsgroße Ausbeute gemacht. Er sing einen Spion auf, dessenKopf nach des Obersten Gil Befehl auf eine hohe Stange nebendem Geineindehause seines Geburtsortes Salvacanete gestecktwurde.
Ich aber schlief vier und zwanzig Stunden lang fast un-unterbrochen, da ich in jenen eilf Tagen nie zwei Stundenhinter einander geruht hatte und auf solchen Zügen, die Pferdezurücklassend, stets zu Fuß, mit dem leichten Trabuco auf derSchulter, an der Spitze meiner Soldaten einherschritt.
Bald bot sich mir Gelegerkheit zu einem neuen Ausfluge.Von der ersten Compagnie Sappeurs waren vor meiner Ankunftfast fünfzig Mann desertirt, und auch jetzt verschwanden wiedermehrere. Einen derselben hatte ich auf meinem Streiszuge ein-gefangen, und er war schon in oapillu, um am folgenden Tageerschossen zu werden, als seine rührenden Bitten den OberstGil, welcher zufällig ihn sah, vermochten, mich um seine Be-gnadigung zu bitten , *) worauf ich persönlich ihn zu sprechen
*) Jeder unabhängige Corps- oder Detachements-Chef hat den spa-nischen Kriegsgesehen gemäß das Recht, bis zur Todesstrafe überseine Untergebenen zu verhängen, wobei Kriegsgerichte fast nie Statt