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Sache, welche wir vertheidigten. So weit würden wir nie unserniedrigen. Wir verlangten, daß Canete vertheidigt werde, dadas Rühmlichste sei, bis zum letzten Augenblick auf dem anver-trauten Posten zu verharren und kämpfcnd ehrenvolle Bedingun-gen sich zu erzwingen, wenn Unterliegen zur Nothwendigkeitwurde.
Dessen weigerten sich die Spanier fast alle, indem sie esfür Wahnsinn hielten, in die Mauern sich einzuschließen und soohne Nutzen und ohne Hoffnung muthwillig den Feinden sichauszuliefern. »-VI pinsr, sl pinsr!« — in das Waldgebirge! —war ihr Losungsgeschrei. Dann schlugen wir vor, nach Frank-reich uns durchzuschlagen, und erklärten, daß wir, im Fall dieFestung zur Fortsetzung jenes kleinen Krieges abandonnirt werde,mit unsern beiden Compagnien allein den Versuch machen woll-ten, die Gränze zu erreichen, da es unsere Pflicht sei, unsereLeute nicht zu opfern, um etwas ganz Zweckloses zu unter-nehmen , was nur zu schimpflichstem Ende führen könnte.
Nach sehr lebhafter Discussion wurde endlich mit Mühe derBeschluß durchgesetzt, ruhig zu bleiben, bis wir die Ansicht derandern mächtigeren Führer erfahren und mit ihnen über dasAuszuführende uns verständigt hätten. Brusco ward demnachmit dem Capitain Echevarria nach Castiel Favib gesandt, umdort Palacios zu treffen, mit dem so eben drei Bataillone vonValencia nebst einigen Escadronen, vom Ebro abgedrängt, sichvereinigt hatten. Ich aber eilte nach Beteta, dessen Leitungich Brusco abnahm, um sowohl dort das zur VertheidigungNöthige anzuordnen, falls diese beschlossen würde, als auch imentgegengesetzten Falle das Detachement Sappeurs, welchesBrusco dort gelassen hatte, nach Canete oder zur Vereinigungmit dem Corps zu führen und zugleich die Absichten Valmaseda'szu sondiren, das Schwierigste von Allem bei dem Charakterdieses Chefs.
Ehe ich abreisete, hatte ich die Genugthuung, zu der Rettung
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