Band 
Erster Band.
Seite
19
JPEG-Download
 

19

Entlassung. Sein Nachfolger war der RitterActvn, ein Name, der eine nur zn traurige Be-rühmtheit errang.

Seit den ersten Monaten seiner Vermählunghatte Ferdinand der Königin sein volles Vertrauengeschenkt. Sie besaß einen lebhaften, durchdrin-genden Geist, die Festigkeit ihrer Mutter undertrug höchst ungern eine Gewalt, die eine könig-liche Stirn der Regierung eines Unterthanenunterwarf. „Wenn Sie mir,« sprach sie zumKönige, „einen Theil Ihrer Herrschcrgewalt abtre-ten, so haben Sie wenigstens von meiner Ehr-sucht nichts zu fürchten, denn Ihre Interesse»sind auch die mcinigen, und wer könnte auchbessere Ursachen haben gut zu regieren, als die-jenige, deren Söhne einst das Reich beherrschensollen?«

Ferdinand gab dem Verlangen der Königinnach, welche von diesem Augenblicke an sehrgroßen Einfluß auf die Regierung hatte. DerKönig fuhr fort das ihm so angenehm erscheinendeLeben eines Privatmannes zu führen, ein Leben,bei dem allerdings die königliche Würde starkNoth litt, der Mensch hingegen an Popularität