Band 
Erster Band.
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blieb vier und zwanzig Stunden in ihm, seinemSchmerze hingegeben und nur öffnend, wenn neueKouriere ankamen.

Die einzeln'in diesen Depeschen aufgeführtenUmstände waren herzzerreißend. Der König warganz außer sich, durcheilte jammernd seine Ge-mächer und ließ sie von den Ansbrüchcn seinerVerzweiflung ertönen. Die Königin, wenigerergriffen oder mehr sich selbst beherrschend suchteihn zu.trösten, und fragte ihn, was er denn be-ginnen würde, wenn er eines seiner Kinder verlöre?

"Madame," entgegnen er, „sind die vielenTausend dem Tode zur Beute gewordenen Men-schen, nicht sämmtlich meine Kinder?"

Wie mochte es nun aber geschehen, daß einFürst, der von Natur aus so sehr zur Mildegestimmt war, sein Reich durch Hinrichtungenverbluten sah, deren Andenken in Italien nur nochzu gut und zu lebendig sich erhalten hat? Dieswollen wir zu erörtern versuchen.

In friedlichen Zeiten würde Ferdinands Re-gierung sanft und mild gewesen seyn. Allein esbrach ein Zeitabschnitt ein, in welchem das König-thum in seinen Grnndvestcn erschüttert wurde.