146
Madame und sehr geliebte Freundin, Briefe fürSie von Ihren theuren Verwandten übergeben,und ich verliere keinen Augenblick, nm sie Ihnenzu überwachen. Heute noch empfing ich Nach-richten von Marseille vvm 23. und weiß, daßSie Alles bezaubern, was Sie umgiebr, und wasSie nur von Weitem sehen kann. Ihre Wasser-fahrt hat sehr gute Wirkung hervor gebracht, undnoch mehr Ihr Versprechen, sie wiederholen zuwollen. Ich will Ihnen heute keinen langenBrief schreiben, weil ich Ihnen so viele sende, dieSie mehr intercssircn müssen. Ich beschäftigemich hier Pferde für Sie aufzutrcibcn und hoffepaffende und taugliche zu finden. Wir haben dasHochzcitgcschcnk gesehen, das Ihnen der Königgiebt und ich hoffe, daß es Ihnen gefallen wird;unter andern befindet sich eine Ball-Robe dabei,auf die ich mich, wenn sie von Ihnen getragenwird, schr freue. Mein Vater bringt Ihre Bi-bliothek zusammen, mein Bruder und seine Ge-mahlin schmücken Ihre Gemächer; Jedem vonuns ist es ei» Vergnügen für Ihre Bequemlichkeitzu sorgen'. Ich bin nur wegen meiner acht unddreißig Jahre besorgt, und weiß noch recht gut.