171
von selbst eine Art von Neutralität, die ganzvortrefflich für diejenige paßte, die dem Hauseder Bourbons Erben zu geben bestimmt war;denn es zeugt von sehr guter Politik, wenn manallen Arten von Interessen und allen erlaubtenSchattirungcn der öffentlichen Meinung einigeHoffnung blicken läßt, und sich in der Gegenwartnicht scstbindct für die Wechselfällc der Zukunft.
Hier muß auch erwähnt werden, daß die jungeHerzogin in ihrer Ehe einem Glück und einererfreulichen Harmonie von Gesinnungen und Nei-gungen begegnete, die sie in ihrem einfachen undprunkloscn Privatleben, das sie mit ihrem Gemahlführte, einen ganz eigenthümlichen Zauber findenließen. Um allgemein geliebt zu werden, hatte fic,wenn man sich so ausdrücken darf, nichts weiternöthig, als glücklich zu seyn.
In den frühern Schicksalen und Lebcnsercig-nisscn des herzoglichen Ehepaares fanden sichUebereinstimmungen vor, die ihre Verbindungvorbereitet zu haben schienen. Beide hatten fastgleiche Unfälle erlebt, beide hatten im Unglückund in der Verbannung gelebt, beide hatten denThron ihrer Familie sinken und durch die Gnade