246 —
rics er schmerzvoll aus: „wie grausam ist's, vonder Hand eines Franzosen zu sterben.«
Seit dem er in dem Salon lag, war erwieder zu sich gekommen. Auf einem große»Armsessel halb liegend, verstand er Alles und gabAntwort, seine Blasse war aber furchtbar, dieHand des Todes schien schon auf seiner Stirnezu ruhen. Der Herzog und die Herzogin vonOrlcans nebst der ältesten Prinzessin, die ausihrer Loge herbeigeeilt waren, wohnten in stummerunbeweglicher Trauer dieser Jammersccnc bei.Zwei Aerzte, Blancheton und Drogart hattet!gerade angefangen, den Prinzen zu untersuchen,dessen Gemahlin, die gespannteste Aufmerksamkeitauf die leisesten Veränderungen in seinem Gesichtegerichtet, sein dahinströmcndcs Leben aufhalten zuwollen schien.
Ach! Jugend und Kraft vermögen nichtsgegen den im Dunkel der Nacht schleichendenMörder! Eben noch kräftig und gesund undjetzt schwach, halb entseelt daliegend und deneisigen Hauch des Todes schon auf der Stirnspürend!
Die Unthat war so rasch geschehen, und so