Band 
Erster Band.
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König nicht. Immer schwacher wurde der Herzog»nd litt furchtbare Schmerzen. Der Diener derReligion wartete schon zu Häupten seines Bettes,»nd dessen Beistand begehrte er nun. Man hatteihn auf eine Matratze gelegt, um das Bett, aufdem er gelegen, bequemer zu machen. In dieserLage hörte er die Ermahnungen des Erzbischofsvon Chartres, und legte mit lauter Stimme undvor der ganzen Versammlung seine Beichte ab,bat Gott um Vergebung seiner Fehler und alleihn Umstehende um Verzeihung des Aergernisses,das er ihnen vielleicht gegeben haben dürfte. DerAbkömmling der allcrchristlichstcn Könige starb,wie man in seinem Geschlechte zu' sterben ge-wohnt ist, kühn vor den Menschen, demüthigvor Gott.

Wenige Augenblicke später erschien dcrPfarr-hcrr von St. Roch mit der heiligen Wegzehrung.Freudig empfing der Sterbende die letzte Hülse,die den Menschen gewährt wird, wenn alle andereHülfe fehlt. Die Tröstungen, die er hieraus zuschöpfen schien, milderten in Etwas die Ver-zweiflung seiner Gemahlin. „Ach!" rief sie, «ichwußte wohl, daß diese schöne Seele für den