Band 
Dritter Band.
Seite
155
JPEG-Download
 

155

tiefe Traurigkeit, welche sich unserer bemächtigt,wenn wir uns die Leiden des Bürgerkriegs zurück-rufen, darf dennoch unsere Vernunft nicht an derAnerkennung hindern, daß es schwer war, dieEreignisse von 1832 zu vermeiden, weil sie, wiewir schon gesagt haben, in der unglücklichen Lageder Dinge begründet waren.

Es ist kein leichtes Unternehmen, in einerFamilie eine politische Erbfolgcordnung zu grün-den, vermöge welcher die Macht sich ohne Er-schütterung von Generation zu Generation fort-pflanzen soll. Es bedarf Jahrhunderte, bis dieVerjährung diese Schöpferin der menschlichenInstitutionen durch mühevolle Arbeit jenes poli-tische Recht schafft, welches, aus einem Grunde,den Jedermann einsieht, beinahe eben so schwer zuzerstören als zu gründen ist. Dieses Recht ist zuvergleichen einer starken Eiche, welche einer langenReihe von Jahren, vieler schöner Tage und man-cher Stürme bedurfte, um ihre tiefen Wurzelnin dem Boden zu befestigen. Wenn die Völkersich entschließen, diesen Baum, den Jahrhundertegegründet, umzustürzen, so wird alles, was sichunter seinem weiten Schalten labte, zermalmt