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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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654 CpXXVIII. Vom Kochen.Auff eine andere Weiſe einen Capaunenzu braten.

Mannimmt einen Schoppen/ oder Quͤntlein guten alten weiſſen Wein/thut Zimmet und Naͤgelein/ klein zerſtoſſen, darein/ gieſſet es dem Capaunen/wann er noch lebendig/ in den Halß/ nimmt hernach eine Schnur/ und erhaͤngetihn/ aͤſſet ihn alsdaun drey Stundenlang daran haͤngen/ hernach ropffet manihn/ ungebruͤhet/ nimmt ihn aus/ waͤſchet in ſauber/ ſpicket und braͤtet ihn/ be-ſtreuet ihn mit Zimmet und Naͤgelein/ undtraͤget ihn auff.

Eine gute Bruͤhe uͤber einen gebratenen Capaunen kandie Koͤchin/ auffnachfolgende Weiſe/ machen:

Man ſchneidet von guten Aepffeln/ gleichwie zu einem Bey⸗Eſſen/ Man-dein nach der Langt/ ſo zuvor geſchaͤlet ſeyn muſſen/ roͤſtet die Aepffel mit denMandelnimn Schmaltz/thut hernach kleine Roſienlein und Zwiebeln/ ſamt gu-tem weiſſem Wein/ Zucker/ Imber⸗ Naͤgelein und Zimmet daran/ beneben einwenig Kirſchen⸗Seltz/ daß es ſchwartz werde/ rüͤhret es alles unter einander/laͤſſet es ſiꝛden/ und richtet es uͤberden gebratenen Capaun an/ und traͤget es zuTiſch. 5Wie man gute Wuͤrſtlein aus Capaunen⸗Le-

bern machen ſolle.

Man nimmt die Lebern und das Feiſte von den Capaunen/ ſaltzt/ wuͤrtzetund pfeffert es/ hacket es klein/ fuͤllet ſolches alsdann wie andere Wuͤrſte/ oderſchlaͤget es n Kaͤlbers⸗Netzlein/ oder Eyer⸗Flaͤdlein.

Endlich hat die Koͤchin noch einen feinen Hand⸗Griffim Capaunen zu-richten auff nachfolgende Weiſe in Acht zu nehmen:

So bald ſie einen gebratenen Capaunen vom Spieſſe gezogen/ ſo ſchnei-det man demfelbigen laͤngſt dem Bauch her etliche Schnitte/ ſtreuet Saltz dar-ein/ nimmt darnach eine Schuͤſſel/ darinnen Pomerantzen⸗Safft gedruckt iſt/undleget einen Teller auf den Capaunen/ drucket denſelbigen/ daß ſein Safft zudem Pomerantzen⸗Safft in die Schuͤſſel lauffe/ begieſſet ihn alſo darmit wie-der/ und dieſes zu zwey⸗oder dreymalen/ ſo wirder darvon gut/ und wolge-

ſchmack. G b.Ein Capaun mit Reiß.

Man kocht einen Capaun mit Waſſer und Saltz/ und eine Hand ⸗vollHaber⸗Meel/ darnachmmmt man ein Vierthel⸗Pfund Reiß/ weichet ihnmit Waſſer ein/ und kochet ihn halbab/ reibet hernach den Reiß durch einenDurchſchlag/ undlaͤſſet ihn in ein Quart Milch ſieden/ ſchuͤttet hernach etwasgroſſe Muſcat⸗Blumen und Zucker darein/ gieſſet ein wenig Roſen-darzu/ nimmt alsdann ein halbes Pfund rein abgeſchaͤlter Mandeln Waſerſie in Rahm und Roſen⸗Waſſer/ ſeyhet ſi aledann durch inein Topfflein/

. und