an einem Anführer fehlte, der ihren Muth und ihre Ent-schlossenheit zum Widerstände gegen die Franzosen zubenutzen gewußt hätte. In Malaga befanden sichhundert und acht und vierzig Kanonen von jedemCaliber;außerdem waren noch drei und vierzig Feldstücke da, diefür die Armee von Catalonien bestimmt waren. DieMagazine waren mit Kriegsvorrathen angefüllt. War-um hatte die spanische Regierung keine Maßregeln zurVertheidigung oder Räumung eines so wichtigen Punktesfür ihre Vorräthe getroffen, welche man wegen der Nä-he des Meeres wegschaffen konnte? Die Anarchie war auferne solche Höhe gestiegen, daß der Pöbel einem Capuciner,den man Generallieutenant nannte, in seiner Raserei denOberbefehl anvertrauet hatte. Zufrieden mit seinen Sie»»gen in Andalusien und sich mit der Hoffnung schmei-chelnd, daß das ruhigere Cadix seinen väterlichen An-crbietungen Gehör geben werde, war Jo seph nach Ma-drid abgereiset und hatte dem Marschall Soult denOberbefehl über die bürgerlichen und Militärbehörden inAndalusien überlassen.
Bonaparke setzte geflissentlich die vortheilhaftestenBerichte über die Besetzung des südlichen SpanienSrn Umlauf, um die Truppen aufzumuntern, mit weni-ger Widerwillen zur Verstärkung der Armee auf derHalbinsel aufzubrechen. Nach seiner Meinung vereinigtedieser Theil von Spanien alle Vortheile der Colonienin sich, ohne ihre Nachtheile. . Diese List gelang ihm.Die Regimenter, die yach Spanien geschickt wurden.