Den fünften Feldzug eröfneten die Franzosenmit der Belagerung von CiudadRodrigo. Bona-Parte versammelte, um die kaiserlichen Adler in Lissa-bon aufzupflanzen, eine furchtbare Armee unter den Be-fehlen des Marschalls Masse na, der unter dem Namende6 Prinzen von Eßling bekannt ist, ob schon dieseBenennung eben nicht schmeichelhaft ist, weil sie an eineNiederlage erinnert. Dieser General hatte unter seinenBefehlen Ney, Herzog von Elchingen, Iunot,Herzog von AbranteS und den General Regnier.Die Macht der Franzosen belief sich!auf 70,000 streit,barer Mannschaften. Lord Wellington hatte bloß50,000 Mann, wovon die Hälfte Portugiesen wa-ren. DaS Corpö des Generals Hill, der die Bewe-gungen des Generals Regnier beobachtete, machte ei-nen Theil dieser Armee aus. Wären die verbündetenTruppen so im Kriege geübt gewesen, wie die Franzo-sen, so würden sie sich wegen der beiden Festungen bei-nahe das Gleichgewicht gehalten haben, welche vor derenglisch - portugiesischen Armee lagen. Allein dies wardurchaus nicht der Fall, weil die Portugiesen neueTruppen waren, und dieEroberung Andalusiens undder große Ruf von Massen« in den Gemüthern jeneArt von Erstarrung verbreitet hatten, die den Muth nie-derdrückt, und oft die Anordnungen des geschicktesten Heer-führers lähmt. Diese Schwierigkeiten entgingen LordWellingtons Betrachtungen nicht, und um sie zuüberwinden, beschloß er vertheidigungöweise zu verfahren,
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