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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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Claſf XXVIII. Vom Kochen. 659

laͤſſet ſie alſo an beyden Enden an einander bleiben/ ſtoͤſſet den Kopff durch dasLoch/ macht hernach eine Butter⸗Bruͤhe mit Muſcat⸗Blumen/ und gutemGewuͤrtz/ daruͤber.*

Die garkleinen Hechte kan man auch in einer Pfannen praͤgeln/ ingleichenauch die groſſen/ ſo zuvor halb oder Viertel⸗weiß zerſchnitten worden/ machtentweder eine gemeine Bruͤhe daruber/ oder aber/ man leget ſie trocken in dieSchuůſſel/ und ein wenig Pomerantzen⸗Safft daruͤber.

8. Hechte gebacken: 8Dieſe werden nur in Meel umgewaͤltzet/ hernachQim Schmaltz in einerPfanne gebacken/ wie es jeder Koͤchin bekandt iſt.

Von Karpffen.

Die Karpffen werden nach jeder Landes⸗Art quch auff unterſchiedlicheWeiſen zugerichtet.

1. Karpffenin einer halben kurtzen Bruhe:

Man macht eine Bruͤhe von Wein⸗Eſſig/ Saltz/ Butter/ Zwiebeln/ Ci-tronen⸗oder Pomerantzen⸗Schalen/ Gewuͤrtz/ viel Wein/ und den vierdtenTheil Waſſer/ ſiedet darmit den außgenomenen Karpffen/ und/ ſo man will/ ſothut man Cappern/ kleine Rofinlein/ gedorrte Pflaumen/ leget ſie auff Schnit-ten Brod/ oder Pfeffer⸗Kuchen.

2. Karpffen auff dem Roſt:.

Wann man den Karpffen außgenommenund geſchuͤpptt hat/ macht manFhn Senhiee ente. reibet ihn mit geſchmaltzener Butter/ und leget ihnauff den Roſt.

Unterdeſſen/ eheer genug geroͤſtet iſt/ ſoſiedet man in Wein⸗Eſſig desKarpffens Milch oder Rogen/ darzu Butter/ Saltz/ Zwiebeln/ Gewuͤrtz/ Cap-pern und Erdſchwaͤmmen. 1

Wann nun der Kaxpffen geroͤſtet/ ſoleget man ihn ineine Schuͤſſel/ rich-tet das vorbeſagte daruͤberan/ und traͤgetihn zu Tiſch.

3. Karpffen auffeine andere Weiſe zu ſtofen:.

Man ſchuppet den Karpffen/ ſobald er aus dem Waſſer kommt/ ſchnei-det den Bauch biß auff den Kopff auff/ nimmt das Ingewaid heraus/ giebetAchtung/ daß man die Galle nicht vertruͤcke. 1

Hernach zerſchnerdet man den Karpffen in ſo viel Stuͤcke/ als man will/verwahret auch das Blut abſonderlich/ welches man zur Bruhe hernach brau-

8 Alsdann thut mandas Ingewaid/ ſamt dem Karpffen/ in eine titffePfanne/ darzu Butter/ Saltz/ Wein⸗Eſſig/ Zwiebeln/ WWund