VIII
bewogen mich, bis zur Vollendung des eigentlichen Werkesganz und gar mich in Lucern anzusiedeln. Im November
1849 waren das erste und dritte Buch beinahe druckfertigund wurden in Einsiedeln durch Pater Gail Morel gefälligund gründlich revidirt. Einige Ausflüge nach Basel undZürich bewirkten mir wichtige Beiträge von den HerrenProfessoren Gerlach, Horner und Hottinger. Am 1. August
1850 wurde ich in Murten unter dem Präsidium von HerrnL. Vulliemin zum wirklichen Mitgliede der allgemeinen ge-sehichtforschenden Gesellschaft der Schweiz aufgenommen;diese Ehrenbezeigung spornte meinen lau gewordenenEifer wieder so an, dass am 25. August mein Manuscriptbis auf Seite 229 druckfertig vor mir lag und im Septemberan die Verlagshandlung nach Bern geschickt werden konnte.Seither sammelte ich nur noch Nachträge in Lucern, woein Zufall mir deren einige nicht unwichtige in die Händespielte. Der Präsident des historischen Vereins der fünfOrte, Herr Stadt-Archivar Jos. Schneller ersuchte michnemlich als correspondirendes Mitglied ihm zur Aufnahmein die nächst erscheinende achte Lieferung des Geschichts-freundes den Katalog der Bibliothek dieses Vereines ge-fälligst nach der Art der Sorbonne machen zu wollen.Sehr gern übernahm ich diese kleine Arbeit und fand beidem genauen Durchgehen der historischen deutschen Zeit-schriften Einiges nachzutragen, was meinem Buche zurZierde gereicht. Herrn Schneller verdanke ich auch dieMittheilung von Schreiber’s Taschenbuch.
Mit letztem Neujahr begann endlich der Druck. DasBuch blieb, mit wenigen Ausnahmen, als z. B. Genf,S. 122 und 123, Rapport, S. 229 und 230, ganz so wieich es in Lucern redigirt hatte. Hier in Bern kamen aberdie zwei Anhänge und die Nachträge dazu. Die wichtigstender letztem verdanke ich meinem väterlichen Gönner HerrnOberst C. V. May von Büren, Vieles auch Herrn Friedrich