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Bibliographie der Schweizergeschichte, oder systematisches und theilweise beurtheilendes Verzeichniss der seit 1786 bis 1851 über die Geschichte der Schweiz, von ihren Anfängen an bis 1798, erschienenen Bücher : ein Versuch / von Dr. G.R. Ludwig von Sinner
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rale et constante, dans les chapelles monumentales des Wald-stetten et le temoignage de...Russ, Etterlin et Schodeler.Hierzu können wir nur sagen: Sic!

Hietier gehört noch gewissermassen : Wilhelm Teil vonSchiller, beurtheill von einem Schweizer. In zwei Briefen aneinen Freund im nördlichen Deutschland; in der Isis, B. 1,März, S. 211-228. Zürich 1805. Hätten wir je eine Schul-ausgabe des herrlichen Dramaä zu besorgen, so würden wirdiese für die deutsche Sprache, besonders aber für die Geo-graphie der Schweiz höchst wichtige Beurtheilung als Anhangwörtlich wieder abdrucken lassen. Vgl. noch Joach. Meyer ,Schillers Wilhelm Teil. Auf seine Quellen zurückgeführt undsachlich und sprachlich erläutert. Nürnberg 1840. 45 SS. 4.Die Quellen Schillers waren wohl bloss Tschudi und J. Müller.Vgl. MK. No. 286.

Ueber das sogenannte Tellengedicht, welches 1844 mit gros-sem Pomp angekündigt wurde, als zu den Zeiten Teils in lalei-nischen elegischen Versen verfasst, dessen Proben aber ausBarzceus und Fugger, mit barbarischen Veränderungen, entnommenwaren, vgl. unsern Aufsatz im Schweizerischen Beobachter,No. 127, vom 22. Oktober 1844, Bern. Wiederholt im neuenSololhurner-Wochenblatt, 1845, S. 198 u. 199.

Angenommen, wir dürften der Tellensage einen nördlichenUrsprung anweisen, so hätten ihre Wanderungen viel Aehnlich-keil mit denen der Sage von Romeo und Julia. Nach Orellisvortrefflicher Untersuchung, Zürcheriche Beiträge zur wissen-schaftlichen und geselligen Unterhaltung, Zürich 1815, B. 1,Heft 2, S. 58-69, erscheint diese Sage zuerst als 33sle Novellein Masuccio Guardalos Novellino, 1476-1525, wo die Szene inSiena spielt. Aus Masuccio entnahm sie Luigi da Porto, vor1535, verlegte aber die Szene nach Verona. So auch Bandello,aus welchem Giroiamo delia Corte sie in seine Geschichte vonVerona aufnahm. Seither, das Grabmahl Julias in der Theatiner-^kirche in Verona, welches wir noch 1830 gläubig anstaunten.Vgl. H. Hase, Nachweisungen für Reisende in Italien, Leipzig1821, S. 192. Viele Aehnlichkeit mit Shakespeares Drama bietetCallimachus der Ganüersheimer-Nonne Hrotsviiha im lOlen Jahr-rhundert. Vgl. die Einleitung von Ch. Magnin , S. XLIII-XLVIII,zum Thealre de Hrotswilha, religieuse allemande du Xe siede.Paris 1845. Callimachus steht S. 161 ff.