8. i.Riv zw.Frankr.u.Span. 1515- 1556. 53
Die Veränderung i» Florenz war eine Folge des Ver-trags zwischen dem Kayser und Pabst, durch welchen die,dev dem Hriege gegen Nein 1527 durch eine Insurrek-tion vertriebenen, Mediceer wieder resrituirl, undAlerander von Medici, der Blutsverwandte desPabstce, zum ersten erblichen Herzog erklärt ward.—Die Revolution in Genua r;:8 war das Werk desAndreas Doria, der vor, französischer auf KayserlicheSeite übertrat; und der Selbststandigkeit und neugegrün-deren Verfassung durch die Einführung einer strengen Fa-uiilienaristokrarie eine größere Festigkeit gab.
10. Während aber im Westen des südlichenEuropas die beyden Hauptmächte mit einander ran-gen, ward auch der Osten in diesen Kampf mithereingezogen; da die wilden Eroberungöprojectevon Soliman II., welche zuerst die ganze Chri-stenheit bedrohten, sich zuletzt in eine Allianzmit Frankreich auflöseten; die für dieses Reichum so vorrhcilhaftcr schien, da das HabsburgischeHaus nach der Niederlage und dem Tode des Kö-nigs Ludwig II. von Ungarn bey Mohatsch seineAnsprüche auf Ungarn und Böhmen geltend machte.
Veränderung des Türkischen Eroberungsspstems unterSoliman il. seit 151,-; das unter seinem VorgängerSelim k. gegen Perffen und Aegvpten gerichtet gewesenwar. Nach der Eroberung von Belgrad 1521 Hauptsturingegen Ungarn; Niederlage und Tod K. Ludwig's >k.bey Mob ätsch 2y. Aug. 1526. Die streitige Äonigswahlzwischen Ferdinand und Job- von Zapolpa erleich-terte Soliman seine Fortschritte, da der letztere sich inseinen Schutz begab. Einnalime Ungarns und vergeblicheD z Bela-