§6 I.Per. I. Th Gcsch. d. südl. Eur. Etaatensyst.
IZ. Der Schauplatz dieses Krieges war zwarwiederum vorzugsweise, aber doch nicht ausschlie-ßeuv, Italien. Die Wegnqhme Savoyens undPiemontS durch Franz verhinderte Carl nicht, ei-nen Einfall in das südliche Frankreich zu machen,den aber Franz durch seine klugen Maaßregeln ver-eitelte. Weder der nachfolgende Kampf in Piermont, noch in der Picardie waren entscheidend;allein das furchtbare Vordringen Soliman's in Un-garn beschleunigte den, durch Paul III. vereitel-ten, Waffenstillstand zu Nizza: jedoch ohneVorwissen und Theilnahme Soliman's.
Die Eroberung Savovens rzzz (als eben Carl als Sie-ger von Tunis zurückkam) mußte den Äapser doppelt er-bittern, da dessen Herzog Carl IN. sein Scbwager undVerbündeter war. — Tod von Franz Sforza, letztemHerzog anS diesem Hause, 24. Oct. >535, wodurch alsoMailand wieder eröffnetes Reichelchen ward, das Franz fürseinen Soli», den Herzog Lrleans, verlangte. Einfall desKavsers in Proyevze, Aug. >;zü, durch den Defeusiv-Krieg unter Franz und Montmorencv vereitelt. — EinfallSoliman's in Ungarn und Sieg bey Esset 1ZZ7, währendseine Flotte die Lüsten Italiens plündert. — Zusammen-kunft des Haylers, des Königs und des Pabstes, beyNizza, und Äbicklnß eines lvjährjgen Waffenstill-standes den 18 Jun- IZ38- Bedingungen: Jeder behalt,was er hat: (Franz fast ganz Piemont und Savovcn:)und die bepdcrseitigen Ansprüche soll der Pabst weiter un-tersuchen. — Also auch die Belebnnng mit Mayland blieb„och unentschieden, wenn auch dem König für seinen jüng-sten Lohn einige Hoffnung dazu erregt war.
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