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14. Kein Wunder also, wenn troh der an-scheinenden Vertraulichkeit beyder Monarchen der zehn-jährige Stillstand doch nur ein vierjähriger ward.Der eigentliche Zunder glimmte fort; und der Haßwurde noch desto bitterer durch die Art, wieFranz, lange hingehalten, doch endlich sich in sei-nen Erwartungen getäuscht sah. Seine Verbin-dungen indeß sowohl mit England als mit derPforte waren aufgelöset; und Carl von seinerSeite war sowohl durch die Rcligionöhändel (s.unten) als die Türkenkriege genug beschäftigt,um einige Jahre einen Stillstand zu behaupten,wozu ihn ohnedem seine Finanzen nöthigten.
Die Streitigkeiten mit den Türken betrafen 1. Ungar».Zufolge des Vergleichs zwischen Ferdinand und dem kin-derlosen Johann von Aapolya, 24. Febr. r;z8, sollte er-sterer vcn letzterem seine Hülste von Ungarn ererben.Allein wenige Tage vor seinem Tode (27. Jul. 1540) er-hielt Zapvlya noch einen Sobn, den er znm Erben ernann-te; dessen sich Soliman als Scbntzbcrr annahm, und, nacheinem Siege über die Deutschen, der Hauptstadt Ofen und fastganz Ungarns bemächtigte. 2. Die Afrikanischen Raubstaa-ten, besonders Algier. Zweyter Afrikanischer Zugdes Kaysers 1541, durch einen furchtbaren Sturm kurznach der Landung gänzlich vereitelt.
15. Die verweigerte Belehnung mit May-land bringt den König zum Entschluß eines vier-ten Kriegs, den die Ermordung seiner Gesandtenin Mayland zum Ansbruch bringt. Er war von
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