§8 I. Pcr.I. Th. Gesch. d. südl. Eur. Staatensyst.
größerem Umfang/ als einer der vorhergehenden;da es dem König nicht nur gelang, die Verbin-dungen mit dem Sultan und mit Venedig wiederanzuknüpfen; sondern auch den Herzog von Eleve,Dänemark und selbst Schweden, (wiewohl letzterebeyde ohne Folgen), mit hereinzuziehen; so wiedagegen der Kayser den König von England zueinem Bündniß und gemeinschaftlich mit ihm zueinem Einfall in Frankreich bewegte; ohne daß doch,als der Friede zu Crespy ihn endigte. Einervon Allen die Zwecke durch den Krieg erreichte,die er sich vorgesetzt hatte.
Ermordung der beyden Bevollmächtigten von Front 5 .an Venedig und die Pforte im Mayländischen am z Jnl.1541. Veränderung des französischen Kriegeplans zurVertheidigung in Jralien, und zum Angriff in den Nie-derlanden und in Roussillon, mit mehreren Armeen 1Z42«nd 154z, ohne bleibende Fortschritte. Bündniß zwischenCarl und Heinrich V>n., (der durch die angeknüpfte Fa-milicnverbindnng zwischen Frankreich und Schottland belei-digt war,) 11. Febr. - 543 , Z» einem Einfall in Frank-reich und Theilung dieses Reichs, indem der Herzog vonEleve zur Unterwerfung gezwungen wird. — ErneuertesBündniß Franz'cns mit Soliman 154z; Eroberung desübrigen Ungarns und Einfall in Oestreich; während dieTürkische Flotte, mit der Französischen vereinigt, Nizzabeschießt. Gleichzeitiger Einfall des Kaysers in Frankreich,(ungeachtet des Siegs der Franzosen bey Cerisoles 14.April 1544) über Lothringen, und des Königs von Eng-land über Calais (Juni bis Sept. 1544;) aber Vereite-lung des ganzen Plans durch den zwischen beyden entstan-dene» Zwist; der geschickten Stellung des Französischen
Heers;