L. 2. Gesch. d. Reformation. 1517-1555. 6 z
ankommt, srnd daher folgende: s. wie und war-um thaten dieß die Fürsten, und welche? d. Wieund in wie fern verbanden sich diese zu einer Par-they, die Gegenparrhey des Kaysers ward? c.Welches waren die Absichten des Kaysers, indemer ihnen entgegenarbeitete, und welches seineSchritte? Endlich 6. wie kam eS zuletzt zumförmlichen Bruche zwischen beyden, und wie warddie endliche Entwickelung hcrbeygeführt? — Esliegt am Tage, daß diese Fragen sich nicht ohneeine anschauliche Kenntniß des damaligen politi-schen Zustandes von Deutschland beantwor-ten lassen.
Die größte innere Verschiedenheit des damaligen Deutsch-lands von dem spätern lag in dem so ganz andern Ver-hältniß der Macht der Städte gegen die Macht der ,Fürsten; indem ».die Zahl sowohl der ganz als halbfreyen Städte in Süd- und Nord-Deutschland um soviel größer; d. ihr innerer Reichthum und durch diesenihr politischer Einfluß um so viel beträchtlicher war. c.Dieser letztere aber noch mehr durch ihre Bündnisse, nichtnur der Hanse im Norden, sondern auch besonders desSchwäbischen Bundes im Süden, gewachsen war. Undst. ihre Bürgermiliz und Söldner von hoher Bedeutungseyn konnten, so lange es noch fast gar keine stehendeTruppen gab. Dagegen war nicht nur eben deßhalb dieMacht der Fürsten geringer, sondern drohte auch durchdie, noch immer Sitte bleibenden, Theilungen, wei-ter abzunehmen. Die wichtigsten Chur fürstlichen undFürstlichen Häuser beym Anfange der Reformationwaren:
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