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Handbuch der Geschichte des Europäischen Staatensystems und seiner Colonien, von der Entdeckung beyder Indien bis zur Errichtung des Französischen Kayserthrons / von A.H.L. Heeren
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166
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166 I. Per. I.TH. Gesch. d. südl. Eur. Staatensysi.

nie gehabt Hatten. Der Separatfriede Sach-sens mit dem Kayser zu Prag, dem bald eineVerbindung folgte, war davon die Folge; Schwe«den, bis nach Pommern zurückgedrängt, schien sichdie beyden folgenden Jahre, bis zum Siege beyi6zsWittstock, nicht durch eigene Kraft auf Deut-schem Boden halten zu können.

Niederlage der Schweden bey Nirdlingen 6. Gept.iöZ4. Durch die Präliminarien des Präger Frieden-vorn 22. Nov. (bestätigt zs May iüzz) behielt Sachseni. die eingenommene Lausitz; 2. blieben die eingezogene«geistlichen Güter vors erste auf 40 Jahre in den Hände«ihrer Besitzer. Die meisten übrigen Protestantische»Stände traten diesem Frieden halb gezwungen bey.

16. Verlängerung und große Erweiterung desKriegs durch Frankreichs thätige Theilnah-rüZZme; zuerst gegen Spanien, und bald auch gegenOestreich. Seit diesem Zeitpunkt konnte der Kriegschon wegen den Spanischen Nebenländern in Ita-lien schwerlich auf Deutschland beschränkt bleiben;allein die Verbindung, die Richelieu seht mit denNiederländern schloß, verschmolz auch den Deut-schen Krieg gewissermaßen mit dem Spanisch-Nie-derländischen. Außer der Unterstühung der FeindeOestreichs und Spaniens, lagen aber auch Erobe,rungen von Anfang an in den Plänen des Franzö-sischen Ministers. Wo ließ unter diesen Umstän-den sich ein Ende des Kriegs absehen?

Die