r68 I. Per. I. Th. Gesch. d. südl. Eur. Staatensyst.
bey Witt stock über das Kayserlich-Sächsische Heer 24.
Sept. I6z6.
18. Wenn unter diesen Umständen sich endlich«in Schimmer des Friedens zeigte, so war es nichtdas Elend Deutscher Länder, — was kümmertensich die Fremden darum? — sondern ein Zusam-menfluß von Umständen, der ihn erzeugte. DieVerbindung Oestreichs mit Spanien, das ohnehin1640 die Bürgerkriege mit Portugal und Cata lo-tn en führen mußte, wurde, seitdem Kayser Ferr,«z7dinand III. seinem Vater folgte, weniger eng;die Selbstständigkeit des neuen Churfürsten vo«Brandenburg Friedrich Wilhelm ließ Oestreich1642 wie Schweden weniger Hoffnung; und auf demendlich wieder gehaltenen allgemeinen Reichs-tage bequemte sich der Kayser zu einer — wenig-stens so genannten — allgemeinen Amnestie.^0/ Ak>er als auch selbst auf der Zusammenkunft derLct. Gesandten der Hauptmächte zu Hamburg die Prä-^ liminarien unterzeichnet, und Zeit und Ort desFriedenskongresses bestimmt wurden; schob, nachiSqrRichelieu's Tode, dem Cardinal Mazarinfolgte, der unterdeß immer fortgehende Krieg dieErfüllung hinaus, da jeder noch durch Siege fürsich zu gewinnen hoffte. Ein neuer Krieg mußtei«,4Zsich selbst noch im Norden zwischen SchwedenK»4Z und Dänemark entzünden (s. unten); und als
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