v- i . Gesch. d. ZOjähr. Kriegs 1618-1648. 169
auch endlich der Friedenskongreß zu MünstersUnd Osnabrück eröffnet wurde, dauerten dieUnterhandlungen noch über drey Jahre, in denendas südliche Deutschland, und besonders Bayern,durch das wiederholte Eindringen der Franzosenund Schweden, den Kelch der Leiden bis auf denBoden ausleeren mußte.
Unternehmungen von Torstensohn 1642—164;, so-wohl in Schlesien, Sachsen l Sieg bey Leipzig 2z. Oct.1642), und Böhmen; als in Holstein 1644, und wieder-um in Böhmen 1S45; wahrend die Französische Armeebey Duttlingen 14. Nov. 164z vön den Bayern geschla-gen ward. Aber seitdem Tu renne ihr Commando erhieltund nach Torstensohn's Abgänge (Nov. 1645.) sein Nach-folger Wrangel in Verbindung mit jenem 1646 in Bay-ern eindrang, ward Maximilian 1. zu einem Waffenstillstandszu Ulm 14. März 1647. genöthigt, dessen Brechung jedochim Sept. 1647. einen neuen vereinten Einfall mit furchtba-ren Verwüstungen 1648. nach sich zog; während die Schwe-den in Böhmen unter Pfalzgraf Carl Gustav und Kö-nig smart selbst Prag einnahmen, wodurch der Friedenicht wenig befördert wurde.
iy. Die so verwickelten Verhältnisse mehrererHauptmächte gaben dem Congreß nothwendig einenUmfang, wodurch er schon an und für sich eineneue Erscheinung in Europa war. Oestreich warmit Schweden und mehreren der protestantischenStände, Schweden mit Oestreich, Bayern undSachsen, Frankreich mit Oestreich und seinen Verrkündeten so wie mit Spanien, Spanien mit Frankr
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