r 74 !. Per. I. Th. Gesch. d. südl. Eur. Staatensyst.
rz. Die durch diesen schrecklichen Krieg ver-ursachten Resultate scheinen, in Rücksicht des ver-änderten LänderbesitzcS, viel geringer, als man ickmehreren Zeitpunkten desselben hätte erwarten dür-fen, wären nicht mit der Hinwegraffung GustavAdolph's und Wallenstein's aus der Mitte ihrerLaufbahn auch ihre Entwürfe oder Hoffnungen ver-eitelt. Aber seine Folgen trafen doch nicht bloßDeutschland, sondern auch das Europäische Staa-tensystem überhaupt.
24. Der Deutsche Staatskörper erhielt da-durch seine festen Formen, die durch den baldrü6znachher zu Regensburg sixirten beständigenReichstag noch mehr bestimmt wurden. DieKayserliche Macht war jetzt gesetzmäßig auf das äu-ßerste beschränkt; die Fürsten waren im vollenSinne Regenten ihrer Länder, das Wohl Deutsch-lands war an die Territorial-, wenig an die Reichs-regierung geknüpft. Es war eine Bundesverfassungunter einem beschränkten Oberhaupt. Sie hatteihre Mängel; wer mag sie verkennen? Aber ln wiefern diese schädlich werden sollten, hieng meist vonäußeren, nicht vorher zu bestimmenden, Verhältnis-sen ab; und der Schwache konnte hier ruhig nebendem Mächtigen stehen. Giebt etwa die Vereinigungzu Einer großen Monarchie — man sehe Spanien
— die