222
H. Periode.
Handel treibendes Volk das reichste werden sah,so befestigte sich der Glaube, daß Fabriken.- undSeehandel überhaupt die erste Quelle des Reich-thums — Veredlung und Absaß an Fremde wichti-ger als die Production und der innere Verkehr —sey. Theilnahme am auswärtigen Handel, undAnlage von Fabriken, ward also nun das große Zielder innern Politik.
4. Da aber der Seehandel seinen wichtigstenBestandtheilen nach Colonialhandel ist, so warwieder eine natürliche Folge davon, daß die Co kö-rnen eine immer größere Wichtigkeit erhielten, unddadurch wiederum die Seemächte, da nur sieColouien besitzen und vertheidigen konnten, ein vielgrößeres Gewicht in die Wagschale der Politik wer-fen konnten, als unter andern Umständen möglichgewesen wäre.
5. Diese Ideen wurden aber recht praktischwichtig, weil die Regierungen die ganze Lenkungder Nationalthätigkeit zum Gelderwerb— also vor allem des Handels und der Kunst-In-dustrie — aber auch was sonst nicht? — sich zu-zueignen kein Bedenken trugen. Es geschah diestheils durch Anlage privilegirter Fabriken, theilsdurch Zolltarife, theils durch gänzliche Verbote
von