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II. Periove.
Natur mächtiger als die Regierungen; und wennendlich schon sie dem System der Autarkie seineGrenzen vorschrieb, so kam noch hinzu, daß meh-rere Producte ferner Welttheile einen solchen Ein-gang in Europa fanden, daß ste nicht mehr Ge-genstände des Luxus, sondern des Bedürfnisses,und dadurch unermeßlich wichtig wurden. Nur ein-zelne Handelszweige einzelner Völker sind durch dieVerfügungen der Regierungen aufgeblüht; der Welt-handel im Ganzen nicht durch sie, sondern trotzihnen.
7. Die Folgen welche die Anwendung dieserGrundsätze für die wechselseitigen Verhältnisse derStaaten hatte, konnten im Frieden und Kriegenicht anders als höchst nachtheilig seyn. Es wurdedadurch im Frieden: i. ein beständiges Miß-trauen erhalten, da jeder glaubte übervortheilt zuwerden, dem selbst die vielen geschlossenen Han-delsverträge nur neue Nahrung gaben. 2. Ge-gen die durch Handel sich bereichernden Staaten —da man in ihrem Gewinne nur seinen Schaden zusehen glaubte — ein Neid erregt, der in gleichemMaaße mit dem Wachsthum ihres Handels stieg;und nur zu oft in wilde Kriege ausbrach. — ImKriege selber aber entstand i. das Streben, denHandel des Feindes zu vernichten, und daher die
nichts