Von Ludw. XIV. bis Friedr. d. Gr. -1786. 225
nichts entscheidende Caperey, mit allen ihren Miß-bräuchen. 2 . Die Verbreitung der Kriege nachden Colonien. Z. Beschränkungen und Bedrückun-gen des neutralen Handels, sobald man sichstark aenug dazu hielt. — Die allmählige Entwik-kelung dieser Keime erzeugte endlich Extreme, wienoch kein Zeitalter sie gesehen, und kein Staats-mann sie geahnec hatte.
8. Mit diesem merkantilischen Charakter desZeitraums vereinigte sich auf eine ihm eigenthüm-liche Art der milita irische. Aus dem ganzen Zu-stande der Gesellschaft, in Verbindung mit den ste-ten Spannungen, die das Merkantilsysiem erzeugte,gieng das der stehenden Heere hervor, das,schon früher gegründet, durch Ludwig XIV. undFriedrich II. seine Ausbildung erhielt. Es paßte,durch die Absonderung des Kriegersiandes für einZeitalter, das einen so hohen Werth auf die Kün-ste des Friedens legte; und darum gedieh es. EsWirkte weder auf die Verminderung der Kriege,noch auf die Moralität wohlthätig zurück; aber eserzeugte die Vortheile eines mehr sichern Ruhestan-des im Frieden; und einer vielfachen Milderungder Uebel des Kriegs. Müssen aber nicht die Völ-ker im gleichen Grade für die Unterjochung reifen,als sie die Waffen aus den Händen legen?
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