2Z 4 u. Per. I. Gesch. d. südl. Eur. Staatensyst.
Hlsmnlis» äs ä r>e Wir, trräul» äs I'Ho1I->n<1oi», ttr>»tlsbsr, i7ny. ,L. Lehrreiche Auseinandersetzung des In-teresse der Republik in Rücksicht auf Politik »ud Handel;und der damaligen politischen Ansichten überhaupt.
4. Neben dieser neu erwachenden Handelspoli-tik wirkten allerdings aber, und noch schneller undstärker, Ludwig's XIV. Ruhmsucht und Vergröße-rungScntwürfe, durch Louvoiö unterhalten. Der
1661 Rangstreit mit Spanien, die Policeyhändel mit
1662 Rom, Wie unwichtig auch an sich, sind doch sehrwichtig durch die Ansprüche, in Allem der Ersteseyn zu wollen. ließen sich diese mit den bis-herigen Verhältnissen unter freyen Staaten verei-nigen?
Aber die Lieblingsidee von Ludwig XIV.,schon früher die von Richelieu, ward die Einnah-me der Spanischen Niederlande oder Belgiens.Was konnte einladender seyn? Mit ihr wäre so-fort der Principal Frankreichs in Europa gegründetgewesen. Die Freyheit der Republik und des deut-schen Reichs fielen von selbst; Spanien hätte ge-horchen müssen. Die Vorbereitung verflocht indeßLudwig XIV. in eine Reihe von Verhandlungenund zugleich in engere Verbindungen mit der Repu-blik der vereinigten Niederlande, die ihm jedochbald lästig wurden, da sie die ihm wichtigeren Ver- .
hält-