248 ll. Per. I. Gesch. d. südl. Eur. Staatensyst.
Stoff zu einem neuen großen Kriege, durch eineReihe einzelner Vorfälle, die, wie heterogen sieauch sonst waren, doch alle dazu wirkten, die Er-bitterung gegen den Übermächtigen zu vermehren;aber auch des Zunders so viel und auf so verschie-denen Seiten verbreiteten, daß ein endlich ausbrerchender Krieg fast nothwendig ein allgemeiner Kriegwerden mußte. Die neuen Streitigkeiten mit demPabst; die Pfälzische Erbschafrsfache ; und derZwist über die Bischofswahl zu Cclln wirkten alledazu. Auch die, schon lange organisine Hugenot-tenverfolgung, die durch die Aufhebung deslözzEdictS von Nantes mit ihrer Vertreibung en-digte, mußte Ludewig um so mehr in eine dauerndeSpannung mit den protestantischen Mächten sehen,da man solcher Auftritte in Europa schon nicht mehrgewohnt war. Und zu diesen kamen noch die ste-ten Nrckercyen zwischen Frankreich und der Repu-blik durch Zolltarife und Waarenverbore!
Händel mit Pabst Znnoeenz Xl. über die Regale, schonseit lü?z, die iü82 zu der Versammlung eines Narional-Concilium sübrten, das durch seine 4 Artikel die Verhält-nisse gegen Rom oder die Rechte der GallicanischenKirche bestimmte; und löza über die widersinnige Quar-tiers, evbeit. — Pfälzischer Erbschaftsstreit, indem Ludwignach dem Aussterbcn des Pfalz Simnierschen Manns-stamms mit Churfürst Carl 1685 die Ansprüche dessenSchwester, der Herzogin von Vrlcans» auf die Slilodial-perlaffenschafr, aus) auf einen großen Theil des Landes«u-dihnte. — Streit über die Erzbischpfswahl zu Ebln
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