r. Staatshändel in Europa 1 66 1 . i 700. 249
1688, indem Ludwig seinen Clienten, den Bischof vonFürstenberg von Strasburg, gegen den Prinzen Jod.Clemens von Bayern unterstützte, der, zwar nur vonder Minorität VeS Capitels gewählt, doch vvm Pabst be-stätigt warb.
22. Indem auf diese Weise Jeder sich belei-digt fühlte, und fürchtete, wurde eö dem Oranierdadurch leichter, eine neue Verbindung — zu derAufrechthaltung des Waffenstillstandes — zu nego-euren, die zu Augsburg abgeschlossen ward. In-dem Ludwig dieselbe als gegen sich geschlossen an-sah, konnte der baldige Auöbrnch eines großen Krie-ges wohl kaum mehr zweifelhaft scheinen; und wennauch Louvoi'ö Verlegenheit den Ausbruch beschleu-nigte, so geschah doch nur, was ohne diese- et-was später hätte geschehen müssen.
Abschluß des Augsburger Bündnisses ry. Jul. <1686 zwischen dem Kapser, Spanien, Schweden, demChurfürsten von Bayern, dem Schwäbischen, Bayrischenund Fränkischen Kreise, und einigen Deutschen Fürsten.Indem die Spannung schon sebr groß war, brachte dieCöllnische Churfürstenwahl (s. oben) die Sache zum AuS-bkuch. Kriegserklärung gegen Kapser und Reich 24. Sept,
1688.
2z. Als aber der Krieg kaum ausgebrochrnwar, ereignete sich eine andere Begebenheit, dieihn allein würde unvermeidlich gemacht haben, dieRevolution in England, die Wilhelm M.
. auf den Thron seines Schwiegervaters erhob (s. i 6 zy
o . Ja«.
Q 5 unten).