266 II. Per. I. Gesch. d. südl. Eur. Staatensyst.
Erbreich; doch rettete die Nation im Ganzenihre übrige Verfassung, und mit ihr ihre Nari»"«-lität. Ein großer Gewinn, auch be> den Fehlernder Constimtion; wäre nur der Sinn für nothwen-dige Reformen damit nicht zugleich unterdrückt!
Große ltnruben wahrend des rojäbrigen Wassenstillstan-des 1664 (s. obenS.2;ü.), geleitet selbst von dem Pa-latin Wesselenv ( 1 ° >ü7o >; Hinrichtungen; und Gchreckens-tribunal zu Ereries. — Die Neaierung schien endlich mil-dere Maaßregeln ergreife» zu wollen isni; allein der ge-flüchtete Tekeln brachte es zum Türkenkriege, dessen sieg-reiche Periode man zu der Krnndnig des Erdreichsnutzte, Oct. iü 87 - — Auch damit aber starben noch inWien die weiter» Pläne nicht aus.
14. Ein sehr wesentlicher Gewinn aber, denOestreich aus diesen Unruhen zog, war die dadurchHerbeygcführte Vereinigung Siebenbürgensmit Ungarn; seitdem der letzte Fürst MichaelApafi II. in Pension gesetzt war. Nicht bloßwichtig durch das Land selbst, sondern weil dadurchauch zugleich der gefährlichste Keim zu den Türken-kriegen erstickt ward.
Abdankung des Fürsten Michael Apafi II. iSyy i»Folge des Carlowitzer Friedens. — Doch ward auch nach-mals durch den Aufstand des jüngern Ra kotzt 170z dieNube wieder gestört; und die völlige Unterwerfung kamerst l7H zu Stande.
15» Das Türkische Reich war in diesemZeitraum zum letztenmal der Schrecken Deutschlands;
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