Von r 66 i bis 1700.
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Cardis (s. oben S. 216.). In den wechselseitiggen Verhältnissen der Staaren schien daher wenigStoff zu Streitigkeiten übrig zu seyn; in so fernnicht etwa fremder Einfluß, oder auch Tür-ken kriege, denen keine Politik vorbauen konnte,die Ruhe störten.
2. Aber in den inneren Verhältnissen dereinzelnen Staaten lag leider', des EährungSstoffSso viel, daß Erhaltung des Friedens im Nordenkaum jemals zu hoffen seyn konnte. Seitdem Po-len ein Wahlreich war; und selbst Unanimität derStimmen auf den Reichstagen erfordert ward; — i6zrwie ließ sich eine ruhige Wahl erwarten, wo denFremden die Einmischung so leicht war? Wievollends die auswärtige Politik sogar so weit gieng,selbst bey Lebzeiten der Könige Nachfolger bestim-men lassen zu wollen, ward dadurch eine Gährungim Innern erzeugt, die in, einem solchen Staatjeden Tag selbst Bürgerkriege herbeyführen konnte.
Eine Polnische KönigSwabl war von jetzt an eine dop-pelte Thron-Versteigerung; theils öffentlich zum Be-sten des Staats, theils im Gebeim zum Beste» derSrimmgeber. Doch erhielt sich polnische Macht, so langedie rohe Sarwatenkraft noch nicht durch fremde Sittengeschwächt; und ihre Kriegskunst nicht durch die der Nach-daren übertreffen ward. Im Felde wie im Natb warenRdmercbaraktere keine Seltenheit; aber mißverstandenerNalionalstvlz ließ nie richtige politische Einsicht aufkommen.
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