288 H.Per.A.Il.Gesch. d. nördl.Eur.Staatensyst.
Pohlens Staatsveräuderungen und letzte Verfassung von Fr.Ioh. Iekel. Wien. I8oz. z Th. Sehr schätzbar für dieKunde des Innern dieses StaatS.
z. Schweden, im Besitz der wichtigen Neebenländer fast rund um die Ostsee, glänzte nochals die erste Macht des Norden. Aber diese Neebenländer, die Veranlassung zu der Theilnahme anden Kriegen des Osten und Westen, waren ein sehrzweifelhaftes Glück; und in dem Innern schienwährend der Minderjährigkeit Carl's XI. fast einZustand gegründet werden zu sollen, nicht viel bestser als in Polen; hätte nicht der König noch zur,68v rechten Zeit seine Rechte und seine Einkünfte vimdicirt. So wurde aber die königliche Macht sogut wie unumschränkt; und die Zeiten sollten könnmen, wo Schweden auch dieß zu bedauern hatte.
4. Preußen, jetzt souverainer Staat,blieb doch Nebenland von Brandenburg, weil hierdie Residenz blieb. Wie viel möchte anders gewottden seyn, wäre sie nach Königsberg verlegt? Soblieb' die Theilnahme an den Staakshändeln deöwestlichen Europas viel größer, als an denen deSnördlichen, außer in so fern diese durch jene her»beygeführt wurde.
Schon unter Churfürst Friedrich Wilhelm entstandPreußische Selbstständigkeit in der auswärtigen Politik, srweit ste mir den Pflichten des ReichSstandeS vereinbarlich
war»