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Handbuch der Geschichte des Europäischen Staatensystems und seiner Colonien, von der Entdeckung beyder Indien bis zur Errichtung des Französischen Kayserthrons / von A.H.L. Heeren
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Von l66r bis 1700,

Wüt; so wie in dem Innern durch willkührliche Abgaben --der Folge der Kriege die Autokratie gegründet ward.

Aber die großen Institute, die den Preußischen Staatscha-raktrr bildeten, waren doch erst spateren Ursprungs.

5. Rußlands Theilnahme an den nordischenAngelegenheiten blieb anfangs wenig entscheidend;weil es erst einer neuen Schöpfung im Innern be-durfte, ehe es nach außen wirken konnte; und dieFamilienverhalrnisse des herrschenden Hauses dießNoch erschwerten. Aber die Einnahme Azow'sund die Festsetzung in der Ukraine zeigten doch schon,was in der Zukunft zu erwarten stand.

Unter der Regierung sowohl von Czar Alerls kf l67S)als seinem Sohn Feodor 1632) beschränkte sich derpolitische Einfluß Rußlands nur auf die Theilnahme arlden Händeln der Nachbaren. Doch wurden durch Ge-sandtschaften einige Verbindungen auch mit den ent-fernter» Reichen, wie mit Frankreich i687, angeknüpft;mit England bestanden sie durch Handel. Das Stre-ben von Sophie, im Namen ihres unfähigen BruderSIwan, durch den Aufstand der Stkclzi lüzr die Herrschaftan sich zu reißen, erzeugte den Zwist mit ihrem HalbbruderPeter, der, 168Y mit ihrem Sturz endigend, Peter zum 'Herrscher Rußlands machte, da Iwan (f iüys) nur derleere Titel blieb.

6. Dänemark, seit der Einführung der Autoreratie fester in sich selber gegründet, litt doch aneinem innern Uebel, das viel ausgebreitet«« Folgenhatte, als davon zu befürchten schienen. DerZwist, der zwischen den beyden Linien des regieren-

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