S» 257.) war freylich der glorreichste Tag in So-biesky's Leben; aber seitdem schien dav Glück ihnweniger zu begünstigen, und die Theilnahme Ruß-lands mußte durch die Verwandlung des Waffen-stillstandes von Andruffow in einen ewigen Friedenerkauft werden. Das Ende des Kriegs erlebte So-biesky nicht mehr; und die Früchte des langenKampfs erndtete viel weniger Polen als Rußland.
Vergebliche Versuche zu der Eroberung von Kaminiekund der Moldau 1684—1687. Theilnahme Rußland-1686. Eroberungen der Oestreich» in Ungarn, wie derRussen in der Ukraine gegen die Tartaren » 688 ; aber dieinnern Verhältnisse in Rußland hinderte» den Fortgangdes Kriegs, bis Peter t. Alleinherrscher war. Belage-rung und Eroberung Azvws 1695 und 1696. In demWaffenstillstände 25. Dec. 1698 (bestätigt auf 30 Jahrei 7 °o) behielt Rußland das befestigte Azvw mit seinenDependenzen, mir dem freyen Handel auf dem schwarzenMeer. Polen aber durch den Frieden zu Carlowitz (s.oben S.2Z4.) erhielt Kaminiek und das abgetretene Po-desten zurück.
12- So endigten sich diese Kriege, zwar ohneEntscheidung des Schicksals des Nordens, jedochnicht ohne Vorbereitung dazu. Der Wechsel derHerrscher in allen nordischen Reichen um diese Zeit,der zwey der außerordentlichsten Männer auf Thro-nen erhob, führte in dem folgenden Zeitraum vielgrößere Veränderungen herbey, als alle Cosacken-Kriege es vermochten.