Z98 H. Per. E!.I. Gesch. d.südl. Eur. Staatensyst.
Maria Jvscpba, vermählt mit August m., König vonPolen und Churfürst zu Lachsen; die jüngere, Mari«Amalia, mit Carl Albcrc, Churfürst zu Bayern.
9. In eben diesem Jahre war auch bereits1742 Friedrich II. seinem Vater gefolgt. Er bestiegMaiden Thron mit dem Vorsah, Preußen in die Reiheder ersten Mächte zu stellen; lind sah dazu dieMittel in der Vergrößerung. Von der Seite dcSRechts begehrte er selber kaum sein Unternehme»darzustellen; aber von der Schaar der gemeine»Eroberer unterscheidet er sich durch einen bestimmte»Zweck. Er wollte nicht mehr, als zu diesem ereforderlich war; und die Eroberung Schlesiensschien ihm dazu hinzureichen. — Die Ansprücheauf einige Theile desselben gaben den Vorwand.So begann — unter vielfacher Begünstigung derpolitischen Verhältnisse — noch in diesem Jahreder erste Schlesische Krieg.
Preußische Ansprüche auf die Schlcsischen Hcrzogthümer:1. Jagcrndorf. Es gehörte vormals einem jünger»Zweige der Churlinic; allein der Herzog Johann Georgwar, als Anhänger des Churfürsten von der Pfalz, Frie-drich V., von dem Kayser Ferdinand lt. 162z in die Achterklärt; und weder er noch seine Erben restituirt. 2.Liegnitz, Brieg und Wob lau. Die Ansprüche grün-deten sich auf eine Erbvcrbrüderung von 1537 zwischendem damaligen Herzog, und Churfürst Joachim II., dckjedoch Ferdinand l. als König von Böhmen und Ober-lehnsherr widersprochen hatte. Nach Abgang des herzog-liche» Hanfes 1675 setzte sich Oestreich j» Besitz; und 1686
entsagte