r. Staatshandel in Europa, a. 1740» 17^6. 419
Seit dem Tode von Fleury r ?43 hatte das französischeMinisterium keine Festigkeit erlangen können; am wenig-sten das der auswärtigen Angelegenheiten, die LudwigXV. (wie gewöhnlich) selber leiten zu können glaubte;bis die Maitresse ihn auch dieser Sorge überhob. Alsihr Günstling Abb« Bernis zurücktrat, folgte ihm derLothringer, H. v. Chviseul 175? bis 1770 Dec.; der derWelt zeigte, daß eine falsche Politik auch bey großen Ta-lenten möglich ist. Sein Vetter Choiseul Praslinleitete seit 1761 unter ihm die auswärtigen Geschäfte.
40. So wurde durch Kaun iß, indem er sel-ber als außerordentlicher Gesandte nach Frankreichgieng, das Project eingeleitet, das er, nach seiner D«.Zurückkunft an die Spitze des Cabinees gestellt, durchseinen Nachfolger Staremberg ausführen ließ. 1755Gemeinschaftlich in Europa zu herrschen, wenn Frie-drich II. gestürzt seyn würde, war die Aussicht,welche die Ocsrreichische Politik Frankreich zu eröff-nen wußte; was könnte wahrscheinlich, wäre Frie-drich II. gefallen, davon die Folge gewesen seyn,als die Unterdrückung der Schwachem, und Oest-reichs Herrschaft in Deutschland?
Erster Freunbschasts- und Verrheidignngs-Dundzwischen Frankreich und Oestreich 1. May 1756, durch Ber°nis abgeschlossen, eingeleitet durch einen gleichzeitigenNentralitätsvertrag von Seiten der Kaiserin in demeben ausbrechenden Kriege zwischen England und Frankreich,wodurch Oestreich also seiner Verbindung mit England ent»sagte. Darauf während des 7 jährigen Kriegs in einem, imMay 1757 unterzeichneten, wenn gleich nicht ratificieren.Vertrage, die Bestimmungen über die Theilung der Preu-Dd r ßischen