4 ! 8 n Per, 0.1. Gösch, d.südl. Eur. Staatensyst.
— meist dieses Cabinek allein. Friedrich gegen-überstehend, erschien er fast in Allem als das ge-rade Gegentheil von ihm; aber indem er, der Weltnur den Sybariten zeigend, den Staatsmann ver-steckte, verbarg seine natürliche Indolenz mit dengroßen diplomatischen Talenten auch die kühnen Ent-würfe, die er, meist unsichtbar wirkend, aber ver-traut mit allen Seitenwegen der CabinetS-Politik,mehr durch Andere ausführen ließ, als selber aus-zuführen sich die Mühe gab.
Noch fehlt es an einer Biographie des räthselbastcnMannes, der nächst Friedrich am stärksten auf die Politikseines Zeitalters wirkte. Die Werke von Flassan und R»l-hierc enthalten Beyträge dazu; nach letzter», die Cha-rakteristik in der Zeitschrift 2»s»n, August isoz.
Z9. Und was war damals in Frankreich aus-zurichten nicht möglich, seitdem Ludwig XV.zum Sclaven seiner Maltressen geworden war?Schon unter seinen Vorgängern hatte Europa Mai-tressen und Maitreffen-Einfluß gesehen; aber eine*bis^ Maitressenreg Lernn g, wie die der Marquise von*^Pompadour, noch uiel Seitdem mit den altenMinistern auch der Ueberrest der alten Grundsätzeverbannt war, durfte ein gewandter Unterhändler— wie vollends ein Kaunitz! — an nichts verzwei-feln. War auch kein andrer Grund da, so Hatteschon das Neue einen Reiz.
Seit