Buch 
Grundzüge der politischen Oekonomie / von A. Blanqui : aus dem Französischen
Entstehung
Seite
43
JPEG-Download
 

43

müssen, bevor er an dessen Verbesserung denken konnte; under hat es nur erwerben können durch vorher zusammengelegteKapitalien. Wenn er das Land durch Erbschaft erhalten hat,so ist dasselbe erworben worden durch Werthe, die sein Vor-besitzer hergestellt hatte; nun aber waren diese Werthe auchein Kapital. Ein Schriftsteller schreibt ein Trauerspiel, wel-ches Erfolg hat und welches ihm eine Summe von 50,000 Fr.einbringt, womit er 60 Jucharten Wald ankaufe. Was istdieses Kapital anders als das Resultat derjenigen Kapitalien,welche seiner Zeit auf die Erziehung und den Unterhalt desDichters verwendet worden waren? Ein Handeltreibender hatauf mehrern Sendungen gemalten Papiers oder Seidenwaarennach Südamerika eine Million gewonnen; diese Million bil-det ein Kapital; aber waren dem Handelsmanne, um dasselbezuschaffen, nicht Kapitalien nöthig, die schon da waren? — Aufdiese Weise entstehen alle Kapitalien. Man sieht, daß es zwi-schen ihrer Entstehung und Vermehrung keinen Unterschiedgibt. Derjenige, welcher ein Kapital schafft, vermehrt in derThat diejenigen, welche vorher schon eristirten; sein Thun be-steht darin, dem fruchtlosen Verbrauch Werthe zu entziehen.So erklärt sich der Unterschied, welcher waltet zwischen demResultat der auf ein künstliches Feuerwerk verwendeten Kapi-talien, oder der Verthcilung von Wein an Betrunkene, oderder Vertheilung von Pensionen an Müßiggänger, und demje-nigen solcher Hülfsmittel, womit man die Industrie, dieseQuelle der Produktion, belebt.

Man kann Werthe häufen, d. h. zusammen sparen, unterallen Formen. Ein Müller spart ein Kapital zusammen unterder Form von 1000 Säcken Mehl, ein Kutscher unter derForm von Wagen. Es genügt für den einen wie für den an-