über die^Verbrechen und Strafen, sie noch nicht rechtdeutlich erkannte. Man kennt das von Smith zitirte Beispielvon den Nadeln und die Folgerungen, die dieser Oekonomistdaraus gezogen hat. Alles das läßt sich in wenige Worte zusam-menfassen und ich glaube nicht, daß es bei dem gegenwärtigenStande der Wissenschaft nothwendig sei darüber weitläufiger ^sich auszusprechen.
Ein Stück Tuch, bevor man es dem Verbrauch übergebenkann, macht die Anwendung mehrerer Hände nothwendig. Eswar vordem auf dem Rücken des Schafes als rohe Wolle vor-handen; diese Wolle wurde gewaschen, gesponnen, gefärbt undauf dem Webcstuhl verarbeitet; sie wurde gewalkt und gescho-ren und endlich in's Magazin des Tuchhäudlers gebracht. Esist gewiß, daß, wenn die nämliche Person alle diese verschiede-nen Operationen, die eine nach der andern der Waare eine neueGestalt gaben, hätte vollziehen müssen, deren nur eine kleineMenge würde fabrizirt worden sein; und man kann auch leichtannehmen, daß nicht jede Arbeit, welche ihr mehr Werth bei-legte, gleichgut gelungen wäre. Allein der Schäfer hat seineSorge auf die Erhaltung der Heerde beschränkt; der Wäscheroder Reiniger hat die Wolle zugerüstet; der Spinner hat sie zuGarn umgewandelt; der Färber hat ihm Farbe gegeben; derFabrikant hat daraus ein Gewebe verfertigt, der Schneider einKleid. Das ist die Vertheilung der Arbeit in allen Zweigender menschlichen Industrie. Da jeder Arbeiter nur denjenigenTheil der Arbeit ausführte, welcher seinen Anlagen und seinemGeschmacke am besten entsprach, so hat ihm dieser Theil auchbesser gelingen müssen als jedem Andern, da er nur gemacht,was er alle Tage thut und zu thun gewohnt ist. Dieser Um-stand erlaubt ihr», einen geringern Preis auf die Produkte ^