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Grundzüge der politischen Oekonomie / von A. Blanqui : aus dem Französischen
Entstehung
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109
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Ein Wechsel ist ein schriftliches Versprechen, in einergewissen Zeit und an einem bestimmten Orte eine SummeGeldes bezahlen zu wollen. DaS Vertrauen auf dieses Ver-sprechen, welches sich auf vermuthliche Zahlbarkeit des Unter-zeichners gründet, gibt dem Wechsel einen der Geldsumme, dieer repräsentirt, fast gleichkommenden Werth. Wenn dieserWerth einmal anerkennt ist, so cirkulircn diese Handelspapierewie Geld, ja sie übertreffen es noch, weil sie leichter zu trans-portiren sind. Es können Umstände eintreten, welche diesemVorzug einen reellen Werrh verleihen. Im Augenblicke, woich schreibe, mangelt es auf dem Platze London an baaremGelde; mehrere französische Kapitalisten haben Geld hinge-schickt, welches, zahlbar in Wechseln aus Paris, auf jedesPfund Sterling sechszig Centimes an Werth zunimmt; d. h.während das Pfund Sterling nur einen innern Werth vonfünfundzwanzig Franken und zwanzig Centimes hat, erhält derBanquier von Paris dafür ein Effekt von 25 Franken 80 Ct.,abzüglich die Kosten des Geldtransports, welche nicht großsind. Die gleiche Erscheinung trifft man aus den Plätzen vonNeapel, Amsterdam, Hamburg, mit Vortheil oder Nachtheilfür jeden derselben, je nach dem Mehr oder Minder der Zah-lungen, welche ein Platz dem andern zu machen im Falle ist.

Diese häufigen Veränderungen nennt man den Wechsel-Cours. Man sagt, daß man den Wechsel zu seinen Gunstenhabe, wenn man etwas weniger Gold oder Silber zu Hausebezahlt, als man in der Ferne mittels des erworbenen Wech-sels erhalten wird, und umgekehrt. Obgleich der Unterschiedniemals bedeutend sein kann, so reicht er doch hin, den Wohl-stand derjenigen zu gründen, die sich dieser Gattung von Spe-kulation widmen. Indessen bat man die Vortheile dieses Han-