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seiner Ideen nicht nur als Fürsprecher des Jndustriesystems, sondern auchals intellektueller Urheber der Probibitiv-Maßregeln dar,welche von der Mitte des 17. Jahrhunderts an bis vor Kurzem für eincharakteristisches Merkmal der österreichischen Politik gegolten haben. '^)Und obschon Horneck selbst weit entfernt war, die gewerblicheBildung gering zu schätzen oder gar für entbehrlich zu erklärenso dürste doch das frühere Haupthinderniß derselben inOesterreich, der Wahn nämlich, als seien Waaren-Einfuhrverbote nicktnur von der Befolgung des Jndustriesystems schlechterdings unzertrenn-lich, sondern auch, was Wirkung anbelangt, ein vollständiges Surro-
wenig Dank und wenig Ehre. Sein derbes, ungefügiges Wesen verwickelte ihn beinahefortwährend in Zank und Hader mit seiner ganzen Umgebung, und so kam es, daß,nachdem — wie er selbst sagt —> „er sich insbesondere an den Hossuppen öffters dasMaul verbrannt" und im Jahre 1878 den Abschied aus den österreichischen Dienstenerhalten hatte, er im Oktober l682 zu London fast unvermerkt und »»betrauert starb. Ueberdie Erfolge seines Wirkens enthält auch die Vorrede zu der im Jahre 1754 durch Or.Georg Zincken besorgten Ausgabe des „Politischen Diskurses" manche nicht uninter-essante Bemerkung. Namentlich wird dort auch der Schrift gedacht, welche Dr.Becher unter dem Titel: ,,Interesse der kaiserlichen Erblande" verfaßt baden soll, derenJndrucklegung zu bewilligen aber Kaiser Leopold I. sich nicht herbeilassen wollte.
De Lucca bekennt sich in seinem histor.-statisch. Lesebuche (II. Th.) gleichfallszu dieser Ansicht, indem er von dem Werke Horneck's sagt: „daß es in der Folgewichtigen Einfluß auf die österr. Staatsverwaltung hatte und daß aller Wahrschein-lichkeit nach Kaiser Joseph II. mit den Grundsätzen Horneck's sehr genau bekanntwar." Einen frappanten Beleg für die Richtigkeit letzterer Behauptung liefert dieAntwort, welche Kaiser Joseph im Jahre 1784 den Deputirte» des wiener Handels-staudes gab, die ihm nach Preßburg nachgereist waren, um dort die Zurücknahmeoder doch eine Milderung der Waaren-Einfuhrverbote von ihm zu erflehen. — Nach-dem sie ihr Anliegen vorgebracht hatten, frug er sie: Ob sie wirklich Kaufleute wä-ren? und als sie dieß bejahten, sagte er: „Nein, es ist nicht wahr, ihr seid bisherkeine Kaufleute, sondern nur Agenten der Franzosen, Engländer und Holländergewesen und habt bloß deren Waaren verkauft, um die Provision zu gewinnen;aber geht nur nach Hause, ich will euch künftighin zu Kaufleuten machen." —(Skizze von Grätz. 1792. S. 337.) Mit dieser Rede stimmt nicht bloß dem Jdeen-gange, sondern auch dem Wortlaute nach der 5. Abschnitt des Horneck'schen Buches,welcher in der Ausgabe von: I. 1750 auf S. 12 zu finden ist, vollkommen überein.
Auch das bekannte Handschreiben, welches Joseph II. vor seiner Reise nachItalien im November 1783 an die Chefs der Behörden erließ, enthält AnklängeHvrneck'scher Ideen und Aussprüche.
") Man braucht bloß nachzulesen, was in der Herrmann'schen Ausgabe S.35. S. 199, S. 203, S. 205 und S. 211 darüber gesagt ist, um die Ueberzeugungzu gewinnen, daß Horneck den Werth der gewerblichen Bildung gar wohl zu würdi-gen wußte.