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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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812 Claſ. Xxx. Vom Confect und Zuckerwerck.

Hüeeeess errlMererkc⸗ dic eenegh hhhsrhhverc. vensba,agſelbige durch Moͤdel von Papier oder andern Formen auß/ nach Gefallen baͤcktſelbige/ wie bereits gelehret worden.16, Wie man ſchoͤnes Eyß auff die Narcypan/ Zucker-Broͤdlein/ Macaronen 85 Mandel⸗Tarten machenolle.

Man nimt das Weiſſe von einem neu⸗gelegten Ey/ thut ein klein wenigRoſen⸗Waſſer daran/ hernach in einklein hoͤltzernes Schuͤſſelein/ mit dem al-lerweiſſeſten Zucker/ ſo man haben kan/ mit einem hoͤltzernen Loͤffelein darein ge-ruͤhret/ faſt eine gute halbe Stunde lang; dann/ je laͤnger es geruͤhret wird/ jeweiſſer es iſt: nachdemt es nun geruͤhret worden/ ſtreicht mans ohngefehr einesMeſſer ruͤcken dick auff das Gebackens/ und laͤſſets noch eine Weile in der Tar-ten⸗Pfanneerſchwitzen/ nuroben eine Glut darauff.

Nota. So man das Eyß will gefaͤrbt haben/ ſo nimt man zu dem blauen/blauen Violen⸗Safft/ ſo neu geſotten ſeyn ſolle. Zu dem rothen/Weichſeln oder Erbſeln⸗Safft. Und zu dem gruͤn/ Safftgruͤn.Zu demgelben/ Saffran.

77. Auff eine andere Art/ das geblatterte Eyß auff die

Marchpan und anders Zuckerwerck zu machen.

Manſtoͤſſet feinen Zucker/ gieſſet daran ein wenig Roſen⸗Waſſer/ klopfftes eine Viertel⸗Stunde lang ziemlich dick/ doch daß ſichs mit einem Loͤffelauff die Marcypan eines Meſſer⸗Ruͤcken hoch auffſtreichen laͤſſet; baͤckt es in Pfanne/ und macht oben daruͤber ein Glut⸗Feuer/ unten abernicht.

18. Wie man Marcypanen auff Frantzoͤſiſche Art

8 machen ſolle.

nmacht Marcypan von ſaͤſſen Mandeln/ Haſel⸗Nuͤſſen/ Piſtachſen/Pignolen/ bittern Mandeln/ Abricoſen⸗ Pfirſingkern und 29 al-nes auff einerley Art. 1

Will man demnach gute Marcypanen machen/ ſo nimmt man einPfund Mandeln/ ſchaͤlet ſelbige in warmen Waſſer/ und nachdeme ſie ge-ſchaͤlet/ wirfft man ſie alſobalden in kaltes Waſſer/ damit ſie ſchoͤn weißbleiben. Nachdeme ſie nun ale geſchaͤlet/ ſo nimt mans auß denr Waſſer/ undtrocknet ſie zwiſchen reinen Tuͤchern ab/ und thut ſie in einen MarmorſteinernMoͤrſel/ ſtoͤſſet ſie ſo lang/ biß daß3mans nicht mehr kennet/ daß es Mandelngeweſen. Unter wehrendem Foſfn befeuchtet man dieſelbige mit Po-merantzen⸗Bluhe⸗ oder gutem Roſen⸗Waſſer/ damit die Mandemn keinOel von ſich geben/ menget alsdann darunter ein Pfund klein geſtoſſenen

und