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1800
Entwurf unverändert einer helvetischen Lagsatzungzur Annahme vorzulegen.
- 29. Der Entwurf. Welches auch die Absichten des-selben seyn mögen/ so ist offenbar/ daß in dem-selben zwei unter sich ganz verschiedene Prinzi-pien — das der Einheit und das der Vereinze-lung — gleich stark neben einander laufen/ ohnedaß irgendwo gezeigt würde/ wie sie sich um einübereinstimmendes Ganzes zu bilden / in einanderauflösen. Ueberall ist nur Stoff zu Widerstreit/nirgends sind die Elemente zu Eintracht und Har-monie eingelegt. Immer würde es in einem sogemischten Systeme schwer halten/ oder vielmehrunmöglich fallen/ die Attributionen der Ccntral-gewalt im Gegensatze der Kantonsbehörden aufeine Weise zu bestimmen/ daß nicht in der Aus-führung häufig Zweifel und Ungewißheit entstün-de; hier aber sind sie so angegeben/ daß nothwen-dig zu einem ewigen Competcnzstreit der Grundgelegt wird. Der Entwurf ertheilt endlich demChef der Regierung solche Rechte/ die ein vonjeher an republikanische Formen gewöhntes Volknie ertragen wird. Renggers Meinung.
Juni. Der gesetzgebende Rath verwirft den Antrag zurErrichtung eines Ccntralwahlcorps von 12 Glie-dern/ welches Vorschläge für die Wahl einer all-gemeinen Tagsatzung machen sollte.
Sept. Gesetz wider das Zusammentreten mehrerer Perso-nen/ um sich in berathende Gesellschaften überpolitische Angelegenheiten zu bilden.
Die Ausübung des unveräußerlichen Rechtesder Menschen/ sagt der Berichterstatter Lüthardvon Ber»/ jeden Gegenstand/ den der Verstanderfassen kann/ seinem Nachdenken zu unterwerfen/