Bvm Holzanbau.
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stehen oder wo der Boden sich schon in einem der Saat vorzüglich günstigemZustande befindet oder reichliche Menge guten wohlfeilen Samens zur Verfü-gung steht und aus diesen Gründen die Saat eine beträchtliche Ersparniß anKosten veranlaßt. (In Betreff des allgemeinen Kulturplans vgl. §. 73 .)
§. 17. Bon de» Werkzeugen für den Holzanbau.
Znr Fertigung der Gräben, Zubereitung des Bodens, znm Aussäen nachUmständen, Unterbringen des Samens, Ausheben, Transport, Beschneiden derPflanzen, zur räumlichen Vcrthcilung der Saat- und Pflanzstellen, znm Fertigender Pflanzlöcher, zur Beihülfe beim Pflanzen u. s. s. sind mannigfache Werkzeugeund Geräthe theils nöthig, theils nützlich, meistens denen des Garten- undFeldbaues ähnlich und den Eigenheiten des Holzanbaues angepaßt.
Da für Erörterung dieser Werkzeuge und Geräthe hier der Raum fehlt, so verweisen wirauf des VerfS. neue Jahrbücher der Forstknnde, welche viele Beiträge zu diesem Thema ent-halten, und auf folgende Monographie: „Forstwirthschaftliche Kulturwerkzeuge und Geräthe inBeschreibungen und Abbildungen, von Rcvicrförstcr Nr. Beil. Frankfurt a. M. 1846."
§. 18. Bon Wahl, Wechsel und Mischung der Holzarten.
1) Vor Allem bestimmt der Standort (als Inbegriff von Klima, Lage undBoden) nach §§. 1. bis 4. die Wahl der Holzart; nächstdem ihr Verhaltennach 88. 5 bis 9. zu den Bedürfnissen, Zwecken und sonstigen örtlichen Ver-hältnissen. Insofern diese nicht für die Wahl einer anderen Holzart überwie-gende Gründe darbieten, bleibt immerhin der größte Reingeldertrag, wesentlichbedingt dnrcb das Produkt des durchschnittlichen Naturalertrags einer Holzartmit dem Preiic, der gültigste Maaßstab. Uebrigens kommt unter den angedcu-tetcn örtlichen Verhältnissen auch in Betracht, wie die anzubauende Holzart indie bereits vorhandenen Bestände und in die Fvrstbetriebseinrichtnng sich einreihet.
2) Die Mischung der Holzarten, d. h. die Zusammensetzung eines Bestandsaus verschiedenen Holzarten, kaun vorzüglich folgende Zwecke haben: n) Mangeloder Theuerung des Knlturmaterials der beabsichtigten Holzart motivircn die >Beimischung einer andern zur Vervollständigung des Bestands oder das Ein-sprengen jener; d) Ausfüllen von Lücken durch eine Holzart, welche vermögegrößerer Schnellwüchstgkeit das Versäumte schneller nachholt; e) Schutz einerzärtlicheren Holzart durch eine rauhere; ck) Verbesserung des Bodens für dieanspruchsvollere Holzart durch eine genügsamere und doch zugleich düngende;
0 ) Beförderung des fortdauernden Gedeihens und Begegnung späterer Licht-stellung; k) Erhöhung des Ertrags. In den 88 - 1 bis 9., insbesondere unter(4) des K. 7., sind die Anhaltspunktc für Wahl der Mischung je nach denvorerwähnten Zwecken und für deren Räthlichkcit angedeutet. Wenn auch beivorzüglicher Eignung einer Holzart für den gegebenen Standort diese den vor-wiegenden Bcstandstheil bilden muß, so bleibt doch immerhin die Beimischungder einen und anderen dazu geeigneten Holzart räthlich. Im Nieder- und Mit-telwald sind die Gründe für Mischung der Holzarten am bedeutendsten und hierist vorzüglich auf Beimischung nicht allein solcher von lang anhaltender Aus-schlagfähigkeit, sondern auch von bodenverbesserndcr Eigenschaft (z- B. Haseln,Ulmen) Bedacht zu nehmen, daher nach Umständen selbst das Einsprengen nichtausschlagfähiger (z. B. Kiefern) räthlich.*)
3) Der Wechsel der Holzart wird räthlich, wenn der Standort, insbeson-dere der Boden, der vorhandenen Holzart entweder schon früher nicht entsprach
*) Man vgl. meinen Vertrag über die Mischung der Holzarten in den Beständen, S. 57des 33. Heftes meiner Jahrb.
Neue Encyklopädie. Band I. Nro. 1.
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