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Die Forstwissenschaft.
mir nöthig, wenn es eine Pflanzschule oder Zwischen!'«» von Getreide- oderHackfrüchten gilt; nützlich wäre sie indessen jedenfalls, je nach Verhältniß derKosten und dieß nm so mehr, je enger gepflanzt werden soll, daher namentlichbei der Reihcnpflanznng öfters eine völlige tiefe Bearbeitung des Bodens inentsprechenden Streifen, ja nach Umständen selbst ein Rotten derselben (bis zursogenannten Grabenpflanzung) räthlich werden kann.
2) Das Aufgraben der Pflanzlöcher beschränkt sich bei zureichend günstigem
Boden auf die zur ungehemmten Aufnahme der Wurzeln oder Pflanzenballenerforderliche Größe; bei schwerem, zähem oder steinigem Boden wird meistens ,
eine beträchtlichere Weite und Tiefe räthlich und bei gefährlichem Bodenüberzngüberdieß dessen Wegräumen in der Umgebung des Pflanzlochs; mitunter hat !
aber gerade an dergleichen (zumal nassen) Orten die Hügclpflanznng mit seichtenLöchern oder auf dem platten Boden den Vorzug. — Zur Fertigung der Löcherdienen je nach der Verschiedenheit der Pflänzlinge und des Bodens vcrschie- >
denerlei Spaten und Pflanzcnbohrer (§. 17.). Die allgemeinste Anwendbarkeithat immer noch der Breitspaten und für Setzen kleiner Pflänzchen der halb- >
geöffnete, oben weitere, unten in Schippcnform auslanfende Hohlspaten. —Waren die Löcher früher gefertigt oder ist die Lvchwand zu fest und glatt, somuß beim Pflanzen nachgeholfen werden. Hierzu, sowie vorher schon zumVorbereiten des Bodens für kleinere Pflanzlöcher, ist der Biermans'sche Spiral-bohrer dienlich.
3) Beim Ausheben sind, unbeschadet schneller Förderung der Arbeit, voll-ständige Erhaltung der Wurzeln und Vermeidung sonstiger Verletzungen zuempfehlen, Ausrupfen jedenfalls zu widerrathen, vorsichtiges Ausgrasten ambesten. Bei Aussetzen kleiner Pflanzen leisten angemessene Hohlspaten derPraxis im Großen Vorschub. Hierbei macht es einen Unterschied, ob manmit oder ohne Ballen verpflanzen will; Erschweren des Transports und Hervor-stehen einzelner längerer Wurzeln und nickt gehöriger Anschluß des Ballensan die Lochwand bilden die Schatten-, mindere Fühlbarkeit der Ortsverändernngfür den Pflänzling und größere Schnelligkeit im Einpflanzen die Lichtseite derVallenpflanznng, beide also Maßstab. der Wahl und des Verfahrens. KleinePflanzen haben den Vorzug, die Ballcnpflanznng am meisten zuzulassen, könnensie aber auch bei vorsichtigem Verfahren entbehren.
4) Transport und Aufbewahrung müssen dem Pflänzling den Uebergangvon einem zum anderen Orte mindest fühlbar machen, also desto sorgfältigersein, je großer die Zwischenzeit ist. Die Verwendung ganz junger Pflanzenohne Bällen ist wesentlich bedingt durch ununterbrochenes Bedecken und Feucht-halten der Würzelchen vom Ansheben bis znm Einsetzen, feuchtes Moos unddgl. als Deckmittel beim Transport am geeignetsten.
5) Beschneiden ist nöthig nur zur Herstellung angemessenen Verhältnisseszwischen Wurzeln, Zweigen und Schaft (;. B. durch Abwerfen zu schwankenGipfels), sowie zur Beseitigung verletzter, schädlicher Theile, daher nach §. 24.und Sir. 3. u. 4. dieses §. vermeidlich, zumal bei ganz jungen Pflanzen über-haupt in der Regel entbehrlich, mitunter besonderem Zwecke späterer Art derBenutzung förderlich, die Reprodnctionskraft (Nr. 5. des §. 6.) dabei zu berück-sichtigen, Nadelholz also am wenigsten zu beschneiden, jedenfalls auf Glätteder Schnittwunde, daher auf scharfes Werkzeug zu sehen. — Im Niederwaldempfiehlt sich „ach Umständen zum Ersatzc der Stöcke die „Stntzerpflanzung".
6) Beim Einpflanzen bilden Beibehaltung der gewohnten Richtung desPflänzlings nach der Himmelsgegend, sobald der Pflänzling schon stärker (z. B.über 6 Jahre alt) ist, Geradheit des Schafts, nämliche Tiefe der Einsetzung,