Buch 
Encyklopädie der Forstwissenschaft / von G.W. von Wedekind
Entstehung
Seite
118
JPEG-Download
 

118

Die Forstwissenschaft.

v. 1842.) Dem geometrischen Durchschnitte aller Verschiedenheiten möchtenfolgende Verhältnisse der Masse zum Raum ziemlich nahe kommen: ScheitholzV.7, Prügelholz 0.6, Stockholz 0.45, Reisholz (in Schichten) 0.2. In Ge-bunden schwankt der Massengehalt des Reisigs zwischen 0.2 und 0.35 des Raum-gehalts. — Bei dem Holze in Schichten kommt auch das Schwinden, dieVerminderung des Volumens durch Zusammentrocknen, in Betracht; es beträgt2 bis 4 Procent.

7) Ueber das Gewicht und die Verhältnisse der Hitz kraft der Holz-arten sind sehr abweichende Angaben vorhanden. Für die Praxis mögen dienachstehenden dem durchschnittlichen Vorkommen am meisten entsprechen.

H olzarten

Mittleres Gewicht eines prcuß. Kubikfußin prcuß, Pfund sammt Rinde grün abge-messen, Nach König.

Verhältnißzah-len zu Buche— 100.

Derbholz

Neisholz

Hitzkraft

als

Brennholz

0-nT

grün

lvrlr

lufttrocken

grün

lufttrocken

Eiche

68

59

50

41

60

40

78

90

Nothbuche

63.9

55.6

47.3

39

57

39

100

100

Hainbuche

65,2

57.6

50

42.4

58

40

100

100

Ahorn

62

54

46

38

54

37

100

100

Esche

61

53

45

37

54

36

100

100

Ulme

61.2

53

44.8

36.6

54

36

87

90

Birke

58

50

42

34

51

33

85

90

Erle

54.6

45.6

36.6

27.6

47

28

50

65

Linde

52.3

43 8

35.3

26.8

45

27

45

62

Aspe

50 3

42.2

34.1

26

44

26

40

60

Pappel

50

41.5

33

24.5

42

24

35

62

Weide

51

42.8

34.6

26.4

43

25

35

60

Tanne

54.6

46 5

38.4

30.3

59

33

65

69

Fichte

52.4

44

35.6

27.2

60

34

70

74

Kiefer

57

48

39

30

57

31

80

90

Lärche

55

46.2

37.4

28.6

58

32

75

65

Am abweichendsten ist die Hißkraft zwischen starkem Schaftholz einer- und Stangen- undReisholz andrerseits beim Nadelholz, zumal bei der Kiefer, deren schwächeres Holz kaum ^der Hitzkrast des starken Schastholzcs beträgt.

§. 115. Verhältnisse von Neb ennustungen.)

1) Nach §. 42. intereffiren uns vorzüglich die Verhältnisse der Holzertrags-verminderung. Als Beispiel heben wir lsier die Waldstreu Nutzung hervor.Die Verhältnisse sind unter übrigens gleichen Umständen verschieden nach u) derUmtriebszeit, b) dem Alter, wenn die Nutzung zum erstenmal statthat, o) derFrequenz ihrer Wiederholung. Wir wählen aus der Menge von Fällen, welcheich in der Tabelle I. des 15. Hefts meiner Jahrbücher zusammengestellt habe,den unter 2. des §. 45. (oben Seite 57.) erwähnten einer noch mit des WaldesBestehen vereinbarlichcn Einrichtung, unter Voraussetzung eines 120jährigenUmtriebs in z. B. Buchen, des Beginns im 60jährigen Älter und der Wieder-holung der Nutzung von da an alle 10 Jahre: a) dann kommt von der ganzenWaldfläche zur Nutzung jährlich deren zwanzigster Theil, gleich der Fläche vonsechs Jahresschlägen der Hanptnutzung (von je 100 Morgen 5 Morgen), b) auf1 Morgen wird gcerndtet 5040 Pfund, auf 5 Morgen also 25200 Pfund,«) zu 1 Wagen von 1000 Pfund sind nöthig 3.96'Morgen der gesammtenNutzungsfläche, ck) es wachsen dann pr. Morgen im Durchschnitt der ganzenWaldfläche 6.3 Kbf. Holz weniger zu, o) der Wagen Waldstreu veranlaßt