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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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Chaſſ. XXXII. Vom Wein und Brer. g6r

1. Den Saͤug⸗Ammen/ wann die Kinder die Gichter oder ſchwereKranckheit haben. Oder/ wann man ſich befuͤrchtet/ daß ſiedieſelbige bekommen moͤchten.

2. Iſt gut gegen alle Glieder⸗Kranckheiten/ ſo von Kaͤlte herkom-

men.10. Augentroſt⸗Bier.

Dieſes iſt hoch nützlich dem Geſicht/ ſo wohl jungen als alten Leuten/ undbringt das ſchwache Geſicht wieder zurecht/ alſo daß man der Brillen und Au-gen⸗Spiegel entbehren kan.

Hiermit hat der Hauß⸗Vatter genugſamen Unterricht/ wie er etwan einund anders Kraͤuter⸗Bier machen/ und zur Noth auff allerley Fall mit Nutzenin ſeiner Haußhaltung gebrauchen moͤchte. Ein mehrers von dergleichenuͤberlaſſen wir es demſelbigen zu ſeinem Belieben/ anderwertlichen Bericht dar-von einzuholen/ und wenden uns/ wegen belibender Kuͤrtze/ zu folgendemÜnter-richt unſerer II. Abtheilung/ nemlich:

II. Wie man dem abgefallenen Bier helffen ſolle.

1. Wann ein Bier ſauer worden.

So nimt man ein oder zwo Handvoll Saltz/ je nachdeme des Biers vieloder wenig iſt/ darzu auch ſo viel Aſchen/ und ein Maaß oder drey Waſfer/ allesuntereinander geruͤhret/ und ins Bier gethan/ hernach gleich den Sponten miteinem Tuch verwahret/ ſonſten. auß/ aͤſſets alſo verſauſſen.

er:

Man nimtohngefehr fuͤnff und dreyſſig/ mehroder weniger/ Waitzen-Korn/ haͤngts in das Bier.tem:

JMan nimt·Habern mit ſamt dem Stroh/ wann der. Haber anfaͤngt gelbzu werden/ macht man Buͤſchelein darvon/ haͤngets ins Bier.

tem:

Man nimt Gerſten⸗Brod auß dem Ofen/ brichts von einander/ legt es

alſo warm auff den Sponten/ ſo lang biß das Bier wieder gut wird.2. Wann ein Bier ſauer werden will.

So brennet man Aſchen von Beyfuß/ nimt hernach zu einem Eymer Biereine halbe Handvoll dieſer Aſchen/ ingleichem ſoviel Buchen⸗Aſchen/ miſcht eswohl untereinander/ mit Biex zu einem duͤnnen Muß oder Brey/ gieſſet dieſesin ein Fuder Bier anderthalb Quart/ ruͤhrts mit einem Beſem/ laͤſſets hernachnuhen/ und wieder ſetzen/ ſo iſt es gut und luſtig zu trincken.

Qa q9. ꝙ† 5 Daß